Freitag, 19. September 2014

AK-Platz 7 beim Kuhsee Triathlon 2014

Zwei Wochen nach Königsbrunn fand der Kuhseetriaton in Augsburg statt. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es etwas Wirbel, da der bayerische Triathlonverband keine Genehmigung gegeben hat. Dies bedeutet für Startpassinhaber, dass sie eine mehrmonatige Sperre riskieren. Sicherlich gibt es bei dem Wettkampf auf der Strecke keine Kampfrichter, aber ansonsten ist der Wettkampf ausgezeichnet organisiert und er richtet sich ausschließlich an Breitensportler und Ersttäter. Mir war es egal, da ich eh keinen Startpass habe.

Letztes Jahr hatte ich wegen meiner aufblähenden Seitentaschen des Zweiteilers eine unterirdische Schwimmzeit. Dies musste nun deutlich besser werden, weshalb ich mich für meinen alten Schwimmeinteiler entschied.

Entspannt kurz vor dem Start
Des weiteren positionierte ich mich am linken Rand der Startaufstellung in der Hoffnung auf einen ruhigen Anfang, da der Kurs rechts rum ging. Es stellten sich noch weitere Teilnehmer links auf, aber die könnte ich gleich zu Beginn hinter mir lassen. Dadurch hatte ich genügend Platz, was sehr angenehm war. Leider schwamm ich auch um die Bojen mit viel Abstand, aber mir war es egal. Mit 8:21 Minuten kam ich aus dem Wasser und war im Vergleich zum letzten Jahr über 2 Minuten schneller und entspannter. Das Oberteil hatte mich letztes Jahr ganz schön ausgebremst.

Entspannt komme ich ganz rechts aus dem Wasser

In der Wechselzone zog ich meine Laufschuhe an und lief mit meinem MTB zur Radstrecke. Auf der Strecke war nicht viel los und erst gegen Ende der Hinstrecke schaffte ich den Sprung in eine Gruppe vor mir. Durch die Wendepunktstrecke konnte ich meine ungefähre Position im Feld abzählen. Auf dem Weg zurück ereignete sich nicht viel. Kurz vor der Wechselzone mussten wir noch an einem Rettungswagen vorbei, der sich um ein oder zwei Teilnehmer kümmerte. Dadurch war die Strecke sehr eng geworden und uns kamen immer noch Teilnehmer entgegen. Das war ganz schön eng, aber es gab zum Glück keinen Zusammenstoß. Zusammen mit der späteren Siegerin Julia Hiller fuhr ich in die Wechselzone ein.

Zusammen mit der späteren Siegerin Julia Hiller zurück in die Wechselzone
Scheinbar hatte ich einen kürzeren Weg durch die Wechselzone, denn erst ein paar hundert Meter auf der Laufstrecke schoss Julia an mir in einem rasanten Tempo vorbei. Beeindruckend und beneidenswert so laufen zu können. Hinterher fand ich heraus, dass Julia Hiller 2007 Deutsche Meisterin im 3000 Meter-Hindernislauf war und über 5000 Meter eine Bestzeit von 16:18 Minuten stehen hat. Kein Wunder, dass ich das Gefühl hatte stehen zu bleiben.

Ich versuchte mein Tempo zu finden und mein Rennen zu laufen. Wie üblich sammelten mich noch ein paar schnelle Läufer ein, aber es hielt sich in Grenzen. An einen Läufer vor mir kam ich zwar noch heran, aber als er mich bemerkte, zog er kurz das Tempo an und vergrößerte den Abstand wieder. Das Spielchen wiederholte sich nochmal, aber ein drittes Mal kam ich nicht mehr ran. So ließ ich es gut sein und freute mich über einen schönen Zieleinlauf. 

Schön, dass auch langsamere Athleten das Zielband bekommen
Kurz hinter mir schlichen sich zwei noch gefährlich nahe an mich ran. Einer davon war Jochen Knorz der mich letztens Jahr im Zielkanal noch nieder sprintete. Puh, Glück gehabt.

Insgesamt war ich fast 2 1/2 Minuten schneller als im letzten Jahr. Den Grundstock legte ich mit 1:45 Minuten beim Schwimmen und nochmal 1 Minuten schneller beim Laufen. Einzig auf dem Rad verlor ich 24 Sekunden im Vergleich zum Vorjahr.

Letztendlich reichte es für Platz 7 in der AK 40-50 und für Platz 21 bei den Männern.

Hier noch die Zusammenfassung der Zeiten und Platzierungen in den einzelnen Disziplinen:

M40-50 Männer
Split-Platz AK Platz Split-Platz Platz
Swim 08:21,4 2 2 12 12
Bike 32:14,5 8 22
Swim+Bike 40:35,9 5 16
Run 23:16,1 13 56
Gesamtzeit 1:03:52,0 7 21
Finisher

65 259