Dienstag, 16. September 2014

AK-Platz 5 beim Königsbrunn Triathlon 2014 im Sprint

Zwei Wochen nach dem Altmühltrail startete ich über die Sprintdistanz in Königsbrunn, welcher gerade mal 13 km von mir Daheim weg ist. Vor 5 Jahren startete ich dort über meine erste Olympische Distanz. Diesmal wollte ich mich über die Sprintdistanz testen. Es war bereits die 26. Auflage der Veranstaltung und mein Bekannter Tom startete zum 26. Mal, diesmal aber erstmals über die Sprintstrecke.

Samstag Abend meldete ich mich erst an und am Sonntag Früh machte ich mich auf den Weg nach Königsbrunn. Durch die zwei getrennten Wechselzonen, müssen im Vorfeld die Laufsachen in der Wechselzone 2 abgelegt werden, bevor man sich zum Schwimmstart an den Ilsesee machen kann. Die Strecke dorthin ist recht kurz und kann locker mit dem Rad gefahren werden.

Ich lief mich kurz ein, schlüpfte in meinen Neo und schwamm mich ein paar Meter ein. Vor dem Start erblickte ich noch Tom Langer und wir quatschten in den letzten Minuten vor dem Start.

Tom und ich in zweiter Startreihe ganz locker vor dem Start
Schnell erfolgte der Start und durch die breite Aufstellung am Start war der Schwimmstart recht angenehm. Die schnellen Schwimmer waren natürlich gleich weg und die langsamen waren hinter mir, sodass ich genügend Platz hatte. Leider klappte meine Orientierung wieder nicht wirklich gut, sodass ich immer wieder meine Richtung korrigieren musste. Hier muss ich mich über den Winter verbessern. Nach 8:15 Minuten rannte ich durch die Zeitmessung, schnappte mir den Wechselbeutel und zog den Neo im Wechselzelt aus. Ein freundlicher Helfer stopfte den Neo für mich in den Wechselbeutel, während ich schon auf dem Weg zum Rad war.

Gerne wäre ich mit meinem Zeitfahrrad gefahren, aber die Probleme mit dem Antrieb in Kraichgau ließen mich dann doch lieber auf Nummer sicher gehen. Auf der Radstrecke war vor mir nichts los. Ich konnte den vor mir fahrenden Teilnehmer in weiter Ferne erkennen. So richtig schnell kam ich nicht an ihn ran, wurde aber gleich zum Beginn der Radstrecke von zwei Teilnehmern passiert. Weiter passierte nichts. 

Vor mir nix los, hinter mir nix los. 
Nach etwa der Hälfte der Strecke war ich endlich an dem vor mir fahrenden Teilnehmer dran und fuhr vorbei. Zeitgleich kam von hinten ein anderer Teilnehmer auf einem 29 Zoll MTB heran und überholte mich. So richtig weg von mir kam er aber nicht. Wir fuhren dann an der ersten Frau vorbei und zurück auf der alten B17. Da hatten wir guten Rückenwind und fuhren mit entsprechendem Tempo. Dann mussten wir auf einem Radweg weiter fahren, da die Straße nicht für uns gesperrt war. Auch mal interessant, ein Radrennen auf einem Radweg zu veranstalten.

Anschließend ging es rechts bei einem Pferdegestüt rein und ich konnte an dem MTBler vorbei ziehen. Dann ging es links weg auf die Strecke von der wir gekommen sind und kreuzten die Fahrt der anderen Teilnehmer, die noch weit hinter uns waren. Das sollte es eigentlich nicht geben, dass sich die Strecken kreuzen, denn nur um Haaresbreite konnte ich einen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Teilnehmer vermeiden. 

Den Vorsprung verliere ich noch beim Absteigen vom Rad
Der Rest der Radstrecke war nicht mehr so aufregend und ich konnte mich von dem MTBler etwas absetzen. Bei der Einfahrt in die zweite Wechselzone vergaß ich aus den Schuhen zu schlüpfen. Mit einem Fuß schaffte ich es gerade noch, aber für den zweiten Schuh musste ich vor dem Wechselbalken anhalten und dort rausschlüpfen. Als ich dann endlich aus beiden Schuhen draußen war, stand auch schon der MTBler neben mir und wir liefen gemeinsam zur Abgabe der Räder und dann zu unseren Schuhen. Ich zog mir Socken und Laufschuhe an, während der MTBler auf Socken verzichtete. Dadurch war er schon lange auf der Laufstrecke, während ich noch in die Schuhe schlüpfte.

Sein Lauftempo hätte ich sowieso nicht lange halten können, denn ich bekam ihn gar nicht mehr zu sehen. Hinter mir waren noch einige unterwegs, aber doch mit einem gewissen Abstand, sodass es bis Kilometer 1 dauerte, bis mich der erste Läufer überholte. Leider flog er in einem Tempo an mir vorbei, das ich nicht hätte mitgehen können. Auch die anderen Teilnehmer, die mich noch überholten, waren viel zu schnell für mich unterwegs, sodass ich weiter meine Bahnen alleine zog. Irgendwann kam dann die erste Frau Anja Kobs vorbei geflogen und auch Thomas Schmid überholten mich. Kurz vor dem Einlauf ins Stadion und der abschließenden Runde im Stadion lies ich die zweite Frau noch an mir vorbei ziehen. Für einen 400 Meter langen Endspurt hatte ich keine Kraft und Lust mehr.

Zieleinlauf
Etwas entsetzt war ich dann von der schlechten Laufzeit von 25:55 Minuten. Wobei für die 5,4 km lange Strecke immerhin noch ein Schnitt von 4:48 min/km raus kam. Irgendwie hatte ich mir im Lauf etwas mehr erhofft. Das leckere Finisher Buffet tröstete mich schnell darüber hinweg. Die Kuchen dort sind einfach der Hammer. Im Ziel sah ich dann Thomas Schmid wieder, den ich erst kürzlich beim Schwimmen im Friedberger Baggersee traf. Eine Woche vor der Challenge Roth testete er nochmal sein Material und die Abläufe und landete einen Platz vor mir.

Ein Hammer war dann für mich letztendlich auch das Ergebnis mit Platz 5 in meiner AK. Meine bisher beste Platzierung. Beim Schwimmen hatte ich sogar die zweit schnellste Zeit und auf dem Bike die dritt schnellste Zeit geschafft. Ein Podestplatz kommt langsam in Sichtweite, wobei mir dazu noch fast 1 1/2 Minuten fehlten. Mit dem vorher von mir erhofften Lauf-Schnitt von 4:30 min/km hätte es klappen können.

Sollte der Königsbrunn Triathlon zeitlich im nächsten Jahr nicht mit anderen Wettkämpfen kollidieren, so werde ich wieder am Start sein. Mal schauen, was dann geht.

Hier noch die Zusammenfassung der Zeiten und Platzierungen in den einzelnen Disziplinen:

M40-50 Männer
 Zeit Split-Platz AK Platz Split-Platz Platz
Swim 00:08:15 2 2 9 9
Bike 00:31:14 3 10
Swim+Bike 00:39:29 3 10
Run 00:25:55 10 27
Gesamtzeit 01:05:24 5 17
Finisher
20 63