Sonntag, 1. Juni 2014

AK-Platz 12 beim Stadt-Triathlon München 2014

Zum 6. Mal startete ich dieses Jahr meine Triathlon-Saison mit einem Start beim Stadt-Triathlon in München. Dieses Jahr war die Wettervorhersage deutlich besser als im Vorjahr, wo es bei einstelligen Temperaturen und heftigem Regen kein Spaß war. Es sollte trocken bleiben und sogar ein wenig die Sonne heraus kommen.

Da ich erst gegen 13:45 Uhr starten würde und ich bis 12:15 Uhr Zeit hatte, meinen Wechselplatz einzurichten, hatte ich vorher noch genügend Zeit mit der Familie den Muttertag zu feiern.





Nachdem ich die Startunterlagen abgeholt und meinen Wechselplatz eingerichtet hatte, machte ich mich auf den Weg ins Olympiabad. Dabei stellte ich dann leider fest, dass ich keine Münze für einen Spind dabei hatte. Somit musste ich nochmal zurück zum Auto (20 Minuten zu Fuß). Zum Glück hatte ich noch genügend Zeit, sodass dies mich nicht stresste.

Wieder zurück im Olympiabad zog ich mich um und fand noch einen der letzten freien Spinde. Ich ging dann in die Schwimmhalle und traf dort Bernhard, den ich schon seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Er würde 5 Plätze vor mir ins Wasser gehen.

Nach einem ganz kurzen Einschwimmen stellten wir uns in die Schlange für den Einzelstart. Zuvor sahen wir noch Krelli, der in der Regionalliga an den Start ging.

Die Olympiaschwimmhalle        (c) Martin Lucht
Dann ging es auch schon wieder los und mit einem herzhaften Sprung ins Wasser, machte ich mich auf den Weg. Ich schwamm gemütlich los. Von hinten kam keiner und vorne schwamm ich auf einen auf, den ich noch vor der zweiten Wende überholen konnte. Dann hatte ich freie Bahn vor mir. Ich hatte zwar immer das Gefühl, dass jemand von hinten näher heran kam, aber es kam zu keiner Überholung. Zusammen mit Bernhard stieg ich dann aus dem Wasser und wir rannten gemeinsam in die Wechselzone. Die Zeit war nicht berauschend und im gleichen Rahmen wie in den letzten Jahren, aber es war ein total entspanntes Schwimmen.

Der Wechsel lief ganz ok und kurzzeitig überlegte ich noch, ob ich die Windweste anziehen sollte. Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr machten mich vorsichtig, aber letztendlich verzichtete ich darauf, was auch ok war. Ich machte mich auf die 5 Radrunden durch den Olympiapark. Beim Aufstieg auf das Rad rief mir Frank noch alles Gute zu. Es ist einfach schön, bei Wettkämpfen angefeuert zu werden. Das motiviert.

Die Strecke war fast identisch zu der vom Vorjahr. Die Ausfahrt aus dem Olympiastadion war dieses Jahr anders gelöst. Zwar für die meisten Teilnehmer etwas einfacher zu fahren, aber dafür war der Untergrund sehr rutschig und wir mussten in einem spitzen Winkel um mehrere Bäume herum fahren, die alle mit Kopfsteinpflaster eingefasst war.

Die rutschige Ausfahrt aus dem Olympiastadion          (c) Martin Lucht
Die zweite Änderung war, dass die Event-Arena wegen einer Parallelveranstaltung nicht umfahren werden konnte. So gab es am Vorabend noch eine kurzfristige Streckenänderung. Zwar kenne ich den Olympiapark recht gut, aber dieser Teil der geänderten Strecke war mir absolut nicht bekannt. Entsprechend machte ich dann auf der ersten Runde etwas langsamer.

Die Radrunden verliefen für mich reibungslos ab, wobei ich erstaunlich viele Teilnehmer mit diversen Defekten am Streckenrand stehen sah. In der letzten Runde hörte ich bei der Ausfahrt aus dem Olympiastadion jemanden meinen Namen rufen. Ich versuchte herauszufinden, wer es war, aber gerade an dieser kritischen Stelle war dies nicht möglich. Die letzte Runde lies ich etwas lockerer angehen, damit ich mit etwas mehr Luft in den abschließenden Lauf gehen konnte. Der Wechsel kappte gut und ich lief locker auf die Laufstrecke raus.

Die Wechselzone          (c) Martin Lucht
Der Anstieg rauf auf die Laufstrecke ist jedes Jahr eine Qual, auch wenn es dieses Jahr für mich leichter schien. Den ersten Kilometer stoppte ich mit 4:55 Minuten ab. Insgeheim hoffte ich, dass es dieses Jahr etwas schneller laufen würde als letztes Jahr, aber der erste Split sprach eine andere Sprache. Nachdem ich auf der Laufstrecke dann nochmal meinen Namen hörte, konnte ich endlich sehen, dass Kai es war, der mich auch schon auf der Radstrecke anfeuerte. Dieser Motivationsschub lies mich locker weiter laufen und die nächsten Kilometer-Splits stoppte ich mit 4:29, 4:29, 4:33 und 4:36 ab. Wow, so schnell war ich noch nie auf der Strecke unterwegs.

Der Zieleinlauf, aber ich darf noch nicht ins Ziel          (c) Martin Lucht
Ich holte mir die obligatorische Radflasche als Finisher-Geschenk ab und gönnte mir das erste Erdinger und die ersten Stück Kuchen, die wieder einmal sehr lecker schmeckten.

Ich wartete noch auf Wolfgangs Zieleinlauf, um mit ihm mein zweites Ziel-Erdinger zu kippen. Es folgten noch weitere Kuchen und ein geselliges Wiedersehen mit Timo, dem timekiller.

Hier meine Split-Zeiten: 1:06:15,5 (Swim: 6:45, T1: 1:23, Bike: 33:12, T2: 1:53, Run: 23:03)

In meiner AK erreichte ich Platz 12 von 134 mit der 14. schnellsten Schwimm- und der 11. schnellsten Bike-Zeit in der AK. Wenn ich bedenke, dass auch 5 Liga-Starter (Bayern- und Regionalliga) in der Ergebnisliste des Sprint-Triathlons vor mir auftauchen, dann hätte es sogar zu einem einstelligen AK-Platz gereicht.

Vielen Dank an die Organisatoren und vielen Helfer, die diesen Wettkampf ermöglichen und so toll und reibungslos durchführen.

Am 10.05.2015 findet die nächste Ausgabe des Stadt-Triathlons statt. Ich bin bestimmt wieder dabei.