Montag, 12. Mai 2014

Donau-Ries Rundfahrt 2014

Wie schon im letzten Jahr, habe ich auch dieses Jahr die RTF Saison mit der Donau-Ries Rundfahrt eröffnet.
In der aktuellen Trainingsphase für die Challenge Kraichgau stehen jetzt intensive Einheiten auf dem Plan, sodass es kein gemütlicher Sonntagsausflug werden würde. Die 154 km waren wieder mal ein hartes Stück Arbeit, besonders durch das immer hohe Tempo der Harburger Triathleten, denen ich mich von Beginn an anschloss.


Kurz nach 8 Uhr machten wir uns auf den Weg. Bis zur ersten Verpflegung bei Kilometer 40 ging es bis auf ein paar wenige kurze Anstiege nur flach dahin. Soweit noch alles grün.

Nach einer kurzen Verpflegungspause ging es wieder weiter und zwar stetig leicht bergauf. So eine Steigung, die man kaum spürt, aber irgenwie doch vorhanden ist. Zusätzlich hatten sich noch ein neues "Zugpferd" unserer Gruppe angeschlossen, der gleich mal das Tempo auf über 35 schraubte und unseren Schnitt gut anhob. Bis hierher auch noch kein Problem.

Nach der 2. Verpflegungsstelle kam der angenehmste Teil der gesamten Fahrt. Entweder ging es leicht bergab oder wir hatten Rückenwind. Das machte mächtig Spaß so mit annähernd 40 Sachen durch die Landschaft zu heizen. Immer noch alles im grünen Bereich.

Direkt nach der 3. Verpflegungsstelle ging es dann allerdings heftig zur Sache. Der nun folgende Streckenabschnitt ist einerseits der Längste und der mit den meisten Höhenmetern. Zu Beginn dieses Abschnitts fühlte ich mich noch recht gut und kurbelte locker den ersten Anstiege hoch. Unsere Gruppe reduzierte sich zwischenzeitlich auf 3 Teilnehmer, denn einige machten eine etwas längere Pause und andere fuhren die kürzere Strecke, die sich nach dem Anstieg abzweigte. Nach der rasanten Abfahrt nach Mönchsdeggingen bekam ich dann erstmals meine Muskeln zu spüren, die sich nun gerne etwas länger mal ausgeruht hätten. Aber es ging unvermindert in hohem Tempo weiter und ich hatte Probleme an den beien Harburgern dran zu bleiben.

Bei Kilometer 110 ereilte es mich dann mit muskulären Probleme. Nicht ganz unerwartet, wenn man dieses Jahr bisher nie über 50 Kilometer pro Einheit gefahren ist. Durch mein Bike2Work Einheiten kommen zwar so 2x 50 km pro Tag zustande, aber lange Einheiten am Stück fehlen mir noch komplett.

Bei KM 120 musste ich dann abreißen lassen und war dann ohne Windschatten doppelt benachteiligt. Im Flachen konnte ich das Tempo noch einigermaßen aufrecht erhalten, aber sobald Anstiege kamen, hatte ich keine Kraft mehr in den Beinen.
Damit zeigt sich, dass ein konsequent durchgeführtes Krafttraining im Winter wohl doch sehr sinnvoll gewesen wäre.

Bei der letzten Verpflegungsstelle waren die Harburger zum Glück noch da, als ich ankam. Ich konnte mich nochmal verpflegen und etwas ausruhen, bevor es dann wieder zusammen weiter ging. Der letzte Abschnitt war geprägt von starkem Ostwind, der uns nun ins Gesicht blies. Der Anstieg direkt nach der Verpflegungsstelle war für mich nochmal ok und anschließend fuhr ich sogar nochmal ganz vorne ein Stück im Flachen. Danach war aber dann wirklich Schluss mit der Gruppenfahrt, denn es kamen noch ein paar kleinere Anstiege und ich konnte nicht mehr dran bleiben. So machte ich bei den Anstiegen langsam weiter und im Flachen etwas schneller.

Kurz vor Donauwörth kam dann die letzte Erhebung, bei der ich gefühlt das Rad hinauf schob. Saft und kraftlos schaffte ich es über den Hügel und rollte dann bergab zum Ziel. Ich schaffte es noch vor der 5 Stunden Marke ins Ziel. Der anschließende Kaffee und Kuchen schmeckten ausgezeichnet und ich war froh, nicht selber heimfahren zu müssen. :-)

Die aktuelle Standortbestimmung zeigt mir, dass ich noch nicht da bin, wo ich eigentlich gerne sein möchte. Bis zur Challenge Kraichgau sind es zwar noch ein paar Wochen und die gilt es nun, gezielt zu nutzen.

Hier noch eine kurze Zusammenfassung der einzelnen Abschnitte:

Runde Zeit Rundenzeit Distanz km/h Höhenmeter
1. 01:19:15 01:19:15 40,2 30,5 211
2. 02:06:10 00:46:55 25,2 32,3 293
3. 02:47:15 00:41:05 24,1 35,3 147
4. 04:16:35 01:29:20 43,2 29,1 524
5. 04:55:45 00:39:10 20,0 30,6 111
Gesamt  04:55:45
152,7 31,0 1286