Donnerstag, 27. Februar 2014

Gold - wenn auch nur beim Sportabzeichen

Letztes Jahr habe ich das Sportabzeichen des DOSB abgelegt. Insgesamt muss aus den vier Kategorien Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Koordination eine Disziplin geleistet werden. Je nach erreichtem Ergebnis gibt es in jeder Kategorie 3 Punkte für Gold, 2 Punkte für Silber und 1 Punk für Bronze. Die Summe der Punkte entscheidet dann letztendlich für das Gesamtergebnis. Für Gold benötigt man 11 oder 12 Punkt, Silber gibt es zwischen 8 und 10 Punkten und Bronze, wenn mindestens 4 Punkte erreicht wurden. Daneben muss auch noch ein Nachweis der Schwimmfähigkeit abgelegt werden. Alle Anforderungen sind nach Altersklassen gestaffelt. Alle Informationen und auch die individuellen Anforderungen für jedes Alter findet ihr unter http://www.deutsches-sportabzeichen.de/.

Am ersten Tag der Abnahme kam ich nach 2x50 km Bike2Work bei uns am Sportplatz an. Da ich schon durchs Radfahren gut aufgewärmt war, konnte ich auch gleich mit den 50 m Sprint starten. Seit meiner Schulzeit bin ich diese Strecke nicht mehr auf Zeit gelaufen, geschweige denn aus einem Startblock heraus gestartet. Dem entsprechend habe ich auch den Start verschlafen. Gut, dass man beim Triathlon etwas mehr Zeit hat. Die erreichten 7,3 Sekunden reichten in der Kategorie Schnelligkeit locker für den Gold-Status.

Bei der Kategorie Kraft entschied ich mich es im Standweitsprung zu versuchen. Für Gold waren 2,05 m gefordert, welche ich um 10 cm übertraf.

Im Bereich Koordination versuchte ich im Weitsprung die geforderten 4,50 m zu schaffen, was ich mit 4,65 m auch noch locker übertraf. 

An einem weiteren Termin ging es dann um die Ausdauer, welches auf einer 400 m Bahn abgenommen wurde. 3000 Meter waren verlangt und ich hätte 16:30 Minuten Zeit dafür gehabt. Selbst für mich als langsamen Läufer waren diese 5:30 Minuten pro km keine Herausforderung. Leider zog kein anderer mein Tempo mit, sodass ich ganz alleine die Strecke in 13:27 Minuten abspulte.
Nach einer kurzen Verschnaufpause lies ich mich noch auf einen 100 m Sprint mit Florian ein, der die 100 m noch für seine Kategorie Schnelligkeit benötigte. Auf den zweiten 50 m wurden die Beine ganz schön weich. Zumindest habe ich jetzt mal eine 100 m Zeit von 13,9 Sekunden stehen.

Als Letztes war dann noch ein Nachweis der Schwimmfähigkeit vorzulegen. Da ich wegen 25 m Schwimmen nicht ins Wasser gehe, schwamm ich die 800 m aus der Kategorie Ausdauer. Über 20 Minuten hätte ich mir dafür Zeit lassen können. Das hätte ich vermutlich sogar im Bruststil geschafft. Mit den 14:17 Minuten war ich aber dann doch sehr enttäuscht. Bei meinem letzten 1000 m Test war ich über eine Minute schneller gewesen. Naja, nach 2 Monaten fast ohne Schwimmen ist Anfang Oktober keine gute Zeit zu holen.

Egal. Geschafft ist geschafft und Ende Januar gab es dann die Verleihung der Urkunde und des goldenen Ansteckers.



Der goldene Stecker



Zusammenfassend kann ich sagen, dass einige der Anforderungen gerade für uns Sporttreibende fast schon lachhaft sind. Trotzdem hat es Spaß gemacht und ich werde dieses Jahr sicherlich wieder mitmachen.

Schreibt doch mal, ob ihr auch schon das Sportabzeichen abgelegt habt oder darüber nachdenkt es zu tun.

Dienstag, 11. Februar 2014

Wettkampfbericht vom 15 km Winterlauf in München

Der erste Wettkampf im neuen Jahr war der Winterlauf im Münchner Olympiapark über 15 km. Den Startplatz bekam ich durch das Team Erdinger Alkoholfrei (DANKE), bei dem ich schon seit einigen Jahren Mitglied bin. Am Abend vor dem Lauf fragte ich über Twitter und Facebook, wer noch bei dem Lauf dabei ist. Aus der Münchner Szene meldete sich Henrick von den Running Twins und der Timekiller. Zu meiner Überraschung kontaktierte mich auch noch Florian, den ich bereits vom Kuhsee-Triathlon kannte. Er wollte spontan noch teilnehmen. Da Florian und ich im gleichen Ort wohnen, fuhren wir gemeinsam nach München.

Im Olympiabad holten wir unsere Startunterlagen ab, zogen uns um und liefen uns 15 Minuten lang ein. Es nieselte leicht und entlang des Olympiasees blies uns ein unangenehmer Ostwind entgegen. Vor dem Start gingen wir nochmal ins Olympiabad, um nicht auszukühlen. Dort traf ich dann Henrick und den Timekiller. 

Pünktlich ging es dann um 11 Uhr los. Ich versuchte zu Beginn noch an Florian dran zu bleiben, merkte jedoch sehr schnell, dass ich für dieses Tempo nicht geschaffen war. So versuchte ich meinen eigenen Rhythmus zu finden, was mir trotz des hohen Pulses gelang. Die erste Runde schaffte ich noch in unter 25 Minuten zu absolvieren. Zu Beginn der zweiten Runde gab es einen Verpflegungsstand. Ich wollte diesmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn ich an der Verpflegung kurz gehe, trinke und dann wieder weiterlaufe. In meinen bisherigen Wettkämpfen habe ich immer versucht im Laufen zu trinken, was mir aber nie so richtig gelang. Andererseits hatte ich Angst, nach der kurzen Pause nicht wieder am vorherigen Tempo anknüpfen zu können.

Entlang am ausgelassenen Olympiasee (c) Josef Rüter
Nach dem Schluck aus dem Becher ging es gefühlt im gleichen Tempo weiter. Allerdings spürte ich, dass ich die erste Runde wohl zu schnell angegangen bin. Ich versuchte das Tempo zu halten. Kurz vor Ende meiner zweiten Runde wurde ich vom späteren Sieger überholt. Irgendwie ist es schon frustrierend, auf einer 5 km Runde innerhalb von 10 km überrundet zu werden. Andererseits ist es faszinierend zu sehen, in welcher Geschwindigkeit die an einem vorbei rasen. Ich absolvierte die zweite Runde in 26:09. An der Verpflegung wieder das gleiche Spiel wie in der Vorrunde: Gehen, trinken, laufen. Mein Tempo konnte ich zwar weiterhin halten, aber es wurde zunehmend schwieriger. Seit Ende Oktober war ich nicht mehr länger als 10 km gelaufen und die dreiwöchige Schnupfenpause im Dezember war auch nicht optimal. Als ich nur noch ca. 900 Meter bis zum Ziel hatte bekam ich nach dem letzten Anstieg am Tollwood Gelände heftiges Seitenstechen. Bisher hatte ich nie Probleme mit Seitenstechen. Ich verringerte mein Tempo und hoffte, dass es besser werden würde. Gehen oder etwa stehen bleiben wollte ich nicht und so lange ich einigermaßen traben konnte, war es ok. Die Schmerzen wurden langsam besser und auf den letzten 300 Metern war alles weg und ich rannte ins Ziel, als ob nichts gewesen wäre.

Die letzten Meter

Zeileinlauf - als als hätte es kein Seitenstechen gegeben
Die letzte Runde war geringfügig langsamer als die zweite Runde, was vermutlich durch das Seitenstechen bedingt war. Insgesamt brauchte ich 1:17:36. Damit war ich mehr als zufrieden.

Im warmen Olympiabad gab es dann die Zielverpflegung und netter Unterhaltung mit dem Timekiller.

Da ich auch im Nachgang des Laufes keine Problem mit der Wade oder Achillessehne hatte, werde ich beim 20 km Abschlußlauf der Winterlaufserie Mitte Februar mitmachen.