Dienstag, 31. Dezember 2013

Mein Sportjahr 2013

Dieses Jahr wollte ich das Umfangs-Niveau aus dem vergangenen Jahr halten und wenn möglich noch etwas steigern. Im Laufen und Schwimmen ist mir das geglückt, wobei es nicht schwer war die 388 gelaufenen Kilometer aus 2012 zu toppen.

Hier ein kurzer Überblick über die Umfangs- und Zeitentwicklung der letzten Jahre:


SchwimmenRadLaufenRolleGesamtPro Woche
Jahr(km)(h)(km)(h)(km)(h)(km)(h)(h)(h)
2013239,393:545.765209:2452153:0041514:55371:157:08
2012214,284:276.378240:4838843:3734814:21383:137:21
2011122,556:002.818109:0875784:2832312:21261:675:02
201057,028:022.44591:4868770:5119810:34201:153:52

Schwimmen

Wegen dem langen Winter (und dem späten Einstieg in die Rennrad-Saison) konnte ich bis April die Umfänge noch gut hoch halten. Ein Highlight war dabei ein 2-tägiges Schwimm-Camp vom BTV. Ab Mai war es dann mit den Umfängen vorbei und das Rennrad fahren überwog. Entsprechend schlecht war ich dann bei meinen Schwimm-Events.
Beim Stadt-Triathlon in München Anfang Mai war ich noch gut dabei, aber beim 4 km Schwimmen war dann die Vorbereitung im Winter kaum mehr spürbar und entsprechend schlecht mein Ergebnis. Beim Alpen-Triathlon war es nicht besser, sondern sogar noch schlechter. Der Hammer war dann aber der Kuhsee-Triathlon, bei dem ich 2 Minuten auf 100 m brauchte - unterirdisch! Ein versöhnlicher Abschluss war dann das 24 Stunden Schwimmen in Haar.

Radfahren

Die erste Fahrt mit dem Rennrad war ein Bike2Work am 1. März, aber so richtig os ging es dann erst Anfang Mai mit der Teilnahme an zwei RTF, der Donau-Ries-Rundfahrt über 154 km und "Rund um Ingolstadt" über 180 km. Beim Stadt-Triathlon konnte ich das Tempo vom letzten Jahr nicht erreichen, denn der kalte Regen ließ dies einfach nicht zu. Das Highlight war sicherlich mein erster 200er. Beim Alpen-Triathlon war ich mit der Radleistung soweit zufrieden und bei der Challenge Roth Staffel konnte ich mich nochmal um 8 Minuten steigern und beim Kuhsee-Triathlon war ich erstmals mit dem MTB in einem Wettkampf unterwegs.
Leider stürzte ich im August dann bei einer Ausfahrt und danach war ich nur noch selten auf dem Rennrad unterweg, aber auch mit dem MTB schaffte ich nur eine Ausfahrt, denn der Dezember war geprägt mit einer Padernoster-Erkältung (Nase, Hals, Bronchen immer schön rauf und runter).

Laufen

Es ging gleich richtig schlecht los mit mehreren Wadenverletzungen, die sich bis Ende April hinzogen. Erst einen Tag vor dem Stadt-Triathlon lief ich mal wieder einen 10er. Zu spät für eine vernünftige Vorbereitung auf den Halbmarathon bei der Challenge Kraichgau. Beim Alpen-Triathlon war ich soweit zufrieden, zumal ich keine Probleme/Schmerzen mehr beim Laufen spürte. Dieses Jahr musste ich für das Sportabzeichen 3000 m auf der Bahn laufen, welche ich in 13:27 Minuten und einem 4:29er Schnitt schaffte. Kurz danach musste ein anderer Teilnehmer für das Sportabzeichen noch die 100 m sprinten. Damit er nicht alleine laufen musste, lief ich einfach mit und war über die erreichte 13,9 Sekunden hoch erfreut. Beim Kuhsee-Triathlon war ich trotz Hitze gut unterwegs.
Anfang August merkte ich dann erneut Probleme. Diesmal mehr in der Achillessehne. Mit konsequentem Dehnen und Kräftigung der Muskulatur bekam ich das Problem soweit in den Griff, dass ich die geplanten Herbstläufe alle machen konnten. Das Highlight war dann noch mein bisher längster Lauf über 27 km. Heute zum Abschluss dann noch der Silvesterlauf in Gersthofen.

Dampfender Dreisportler bei der Zielverpflegung vom Silvesterlauf Gersthofen

Sonstiges

Am meisten aber freute ich mich über euch, welche ich dieses Jahr persönlich traf, mit euch trainierte oder wettkämpfte. Eigentlich wollte ich alle auflisten, aber irgendwie wäre das zu viel geworden und bestimmt hätte ich den einen oder anderen vergessen. :-)

Ich wünsche euch allen ein sportliches und verletzungsfreies 2014 und reichlich Gesundheit.

Sonntag, 29. Dezember 2013

24 Stunden Schwimmen - Halbmarathon und 200m Ausschwimmen

Der Entschluss bei einem 24 Stunden Schwimmen mal teilnehmen zu wollen, reifte bereits im vergangenen Jahr nachdem ich 7 Einheiten an 6 Tagen geschwommen bin. Anfang Dezember fand das 24 Stunden Schwimmen in Haar statt, zu dem sich auch Stella, eine nette Twitter-Bekanntschaft angemeldet hatte.

Ich hatte eine relativ kurze Anfahrt von nur 45 Minuten, sodass ich den Tag recht locker angehen konnte. Startschuss war um 12 Uhr und ich war erst ein paar Minuten vor 12 Uhr im Hallenbad in Haar. Nach dem Check-In richtete ich mir einen Platz in der angrenzenden Turnhalle ein. Dort rollte ich meine Isomatte und Schlafsack im hinteren Teil der Halle aus. Dieser Teil der Halle war nicht beleuchtet, wodurch ich mir etwas mehr Ruhe erhoffte.

Die fünf Zähltische mit den fleißigen Helfern
Anschließend zog ich mich um und machte mich auf den Weg ins angrenzende Bad. Auf allen Bahnen war mächtig was los. Für die "Schnellschwimmer und Krauler" gab es eine eigene Bahn, aber auch nur eine. Auf dieser Bahn waren zu Beginn etwa 20 Schwimmer unterwegs. Auf einer 25 Meter Bahn bedeutet das recht wenig Platz zum Schwimmen. Die Zähler auf der Bahn hatten da am Anfang alle Hände voll zu tun. Ein Helfer sagte die Nummern der ankommenden Schwimmer an und ein weiterer Helfer notierte die geschwommenen 50 Meter auf der Karte des Schwimmers.

Gegen 12:30 Uhr machte auch ich mich auf ins Getümmel und spulte meine ersten Kilometer ab. Durch die vielen Schwimmer war es kaum möglich zu überholen. Entsprechend locker viel diese erste Einheit auch aus, wobei schon einige Schwimmer meinten sich alles erlauben zu können. Entsprechend rücksichtslos wurde dann auch überholt. Bei so einer Aktion bekam ich die Hand oder den Arm eines anderen Schwimmers voll auf meinen Unterarm ab. Die Prellung spürte ich noch einige Tage nach dem Schwimmen. Nach 4,2 km ging ich aus dem Wasser, denn ich hatte leider nichts zum Trinken mit in die Halle genommen. Ich zog mich auf meine Matte in der Halle zurück und füllte meine Energiespeicher wieder auf. Ich schlief sogar für einen kurzen Moment ein.

Gegen 16 Uhr raffte ich mich wieder auf ins Bad. Diesmal war schon deutlich weniger los auf den Bahnen, sodass es nun ein angenehmeres Schwimmen werden sollte. Einige der Schwimmer waren schon bei meiner ersten Einheit im Becken und hatten wohl einiges vor. In den nächsten zwei Stunden schwamm ich 5,8 km, womit ich 10 km beisammen hatte. In der nächsten Pause gönnte ich mir ein deftiges Gulasch. Nebenan saß Wigald Boning, von dem ich schon wusste, dass er neben Jokes auch Ausdauer kann. Anschließend versuchte ich nochmal etwas zu schlafen, war mir aber leider nicht gelungen ist. Einerseits ging jede Minute eine Lüftung an und aus und andererseits schnarchte mein "Nachbar" unüberhörbar.

Irgendwann hatte ich dann genug von dem "Konzert" und stand wieder auf. Ich schaute mir die ersten Zwischenergebnisse an. Dort traf ich dann auch Stella erstmals und wir unterhielten uns recht lange, bevor wir uns die Lage im Bad anschauen wollten. Nachdem dort nur wenige Schwimmer auf den Bahnen unterwegs waren, wollte sie ihre 10 km noch voll machen. Da ich eh nicht schlafen konnte, zog ich mich auch um und schwamm eine Stunde lang mit. Wegen der wenigen Schwimmer wäre es am Besten gewesen, einfach weiter zu schwimmen, aber die Luft bzw. das Chlor in der Halle bereitete nicht nur mir Probleme. Daher entschied ich mich zu einer erneuten Pause.

Gemütliches Schwimmen während der Nachtstunden (Quelle: 24 Stunden Schwimmen Haar)


Gegen 2 Uhr wollte ich wieder ins Wasser gehen. Es dauerte allerdings eine Weile, bis ich mich wieder aufraffen konnte. Beim Anblick des wenig belegten Beckens war meine Motivation wieder voll da. Wir waren zu viert auf der Bahn und schwammen in etwa ein ähnliches Tempo, sodass es kaum zu Überholungen kam. Die Luft war auch etwas besser geworden. Einer der Nachtschwimmer war Hamza Bakircioglu, der dieses Jahr bei seiner Längsdurchquerung des Bodensees aufgrund eines Gewitters nach 56 km aufgeben musste.

Auch in den Nachstunden auf einen guten Sitz der Mütze achten  (Quelle: 24 Stunden Schwimmen Haar)
Nach 7 km verließ ich das Becken und hatte nun insgesamt 20 km angesammelt. Die noch auf die geplanten 25 km fehlenden 5 km, wollte ich dann in einer letzten Einheit zusammen mit Stella machen.

In dieser Pause schlief ich allerdings tief ein und wachte gegen 8 Uhr. Ich fühlte mich wie gerädert und war total schlapp. Lust auf Schwimmen hatte ich keine mehr, aber einen Halbmarathon wollte ich schon noch voll machen. Für volle 5 km fehlte mir die Motivation, obwohl es im Bad immer noch recht gemütlich zu ging. So schleppte ich mich ins Becken und machte den Halbmarathon noch voll. Da ich mich nicht eingeschwommen hatte, wollte ich noch wenigstens 200 Meter "ausschwimmen". Somit kam ich mit 21,3 geschwommenen Kilometern auf Platz 15 von 60 männlichen Teilnehmern. Damit habe ich zwar mein Ziel verfehlt, aber einiges an Erfahrung für zukünftige Teilnahmen gesammelt.

Während der Nachstunden gab es eine gesonderte Wertung für den Mondscheinpokal. Die in einem gewissen Zeitraum geschwommenen Kilometer wurden extra gewertet und der Sieger dafür erhielt einen eigenen Pokal. In dieser Wertung schaffte ich es sogar auf Platz 4.

Hier noch die Berichte einiger Teilnehmer, welche ich im Verlauf der Veranstaltung persönlich kennen gelernt habe:




Insgesamt gesehen, war es eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit folgenden positiven Merkmalen

  • Begrenzung auf 150 Teilnehmer - bis auf den Anfang war immer genügend Platz auf den Bahnen
  • Verpflegung konnte zu günstigen Preisen erworben werden
  • Kostenloser Tee für alle Teilnehmer
  • Turnhalle grenzt direkt an die Schwimmhalle - kurze Wege ohne dass man nach draußen muss
  • Versuch einer elektronischen Bahnenzählung - nächstes Jahr klappt es bestimmt

Einzig die starke Chlor-Luft muss negativ erwähnt werden, wobei ich mir sicher bin, dass die Veranstalter alles daran gesetzt haben, dieses Problem zu beheben.

Jedenfalls werde ich mir den Termin für 2014 frei halten und die 30 km anpeilen.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Herbstläufe 2013 - Sheridanpark Meilen - Halbmarathon München - PflugsmühleLauf

Nachdem es mir im letzten Jahr die Herbstläufe durch ein ITBS am rechten Knie verhagelte, sollte es wenigstens dieses Jahr mit ein paar Läufen klappen. Die Vorzeichen dafür waren soweit in Ordnung, wenn auch nicht optimal, denn die Wadenverhärtung aus dem Frühjahr hatte sich zwischenzeitlich auf die Achillessehne ausgeweitet. Daher wollte ich die geplanten Läufe ohne irgendwelchen Zeitvorgaben angehen und einfach nur schmerzfrei durchlaufen.

Meine Vorbereitung darauf begann im Urlaub mit kurzen Waldläufen vor dem Frühstück mit meinen Kindern. Ich gönnte mir immer einen Tag Pause, denn die Achillessehne war noch etwas empfindlich und ich wollte nichts riskieren.

Wieder zurück aus dem Urlaub war ich während meine Tochter ihr Leichtathletik-Training hatte auf der Bahn und machte einige Runden mit Lauf-ABC und Tempo. Ansonsten gab es noch drei längere Läufe (> 10 km), wobei der längst mit fast 16 km einen Tag vor den Sheridanpark Meilen war.

Sheridanpark Meilen

Bei den Sheridanpark Meilen (organisiert von Katja Mayer) geht es über 5 Meilen (ca. 8 km) durch den Sheridanpark in Augsburg und entlang der Wertach. Kurze Anfahrt, kurze Strecke, fast maximale Anstrengung. Ich nahm mir zwar keine Zielzeit vor, wollte aber schon in unter 40 Minuten ins Ziel kommen. Das hat leider um 19 Sekunden nicht gereicht, aber trotzdem war ich zufrieden, zumal laut Route über Google Maps die Strecke um 500 zu lang war.


Am Abend nach dem Lauf war ich dann nochmal unterwegs und bin noch locker 2,5 km ausgelaufen.

In den zwei Wochen bis zum Halbmarathon lief ich nur noch zwei Mal. Darunter ein langer Lauf über fast 16 km.

Halbmarathon München

Ein perfekter Tag mit warmen Temperaturen und einem Start um 14 Uhr. Ich freute mich auf den Lauf und war mir sicher, ohne Schmerzen durchlaufen zu können.

Orientierung an den 2 Stunden Pace-Makern
Ich orientierte mich an den Pace-Makern für die 2 Stunden und blieb zu Beginn in deren direkter Nähe. Nach ein paar Kilometern arbeitete ich mich etwas nach vorne und lief mein eigenes Tempo, welches so bei 5:30 Minuten lag.

Start zum Halbmarathon
Auf Höhe des Ostbahnhofes sah ich vor mir einen Läufer mit Laufshirt vom Team-Erdinger. Nach ein paar Minuten war ich an ihm dran und wir liefen bis kurz vor dem Ziel zusammen. Wir unterhielten uns und hatten viel Spaß im Verlauf des Rennens.

Laufen im Team macht Spaß
Den Einlauf in das Olympiastadion durch das große Marathontor konnte ich im Gegensatz zu vor zwei Jahren viel mehr genießen. Damals war ich zwar 9 Minuten schneller, lief aber mit Schmerzen durch das Tor. Diesmal hatte ich keine Schmerzen und spürte einfach nur große Freude es geschafft zu haben. Im Tunnel lief gerade "Applaus, Applaus" von den Sportfreunde Stiller als ich durch kam. Es hätte nicht besser sein können.

Rein ins Olympiastadion durch das große Marathontor
Die letzten Meter im Stadion waren dann nur noch zum Genießen da.

Die letzten Meter
Kurz nach mir kam dann auch mein Erdinger Mitläufer an. Leider verlor ich ihn dann aus den Augen, als wir uns für die Verpflegung anstellen. Glücklicherweise gab es im Zielbereich wärmende Plastikumhänge, denn schon nach kurzer Zeit war mir recht kalt geworden.

Nach dem Halbmarathon wollte ich eigentlich nichts mehr machen und eine kurze Laufpause einlegen. Aber es kam ganz anders. Zwei Wochen nach dem Halbmarathon war ich bei meinen Eltern übers Wochenende. Kurz davor meldete ich mich bei Alexander, einem Bekannten von Twitter, ob er Lust auf einen gemeinsamen Lauf hätte. So einen 10er hätte ich mir schon vorstellen können, aber er meinte, dass er an dem Wochenende an einem vereinsinternen Lauf über 27 km teilnehmen würde und ich könnte doch mitlaufen. Unterwegs gäbe es zwei Verpflegungsstellen und am Ziel ein leckeres Abendessen.
Ufffff. Das klang alles sehr verlockend, aber ich brauchte dann doch ein paar Tage Bedenkzeit, bevor ich mich entschloss mitzumachen. Der Reiz war einfach zu groß, es nicht zu versuchen.

Pflugsmühlelauf über 27 km

Alexander und ich trafen uns, wie auch die restlichen Läufer, am Schulzentrum in Weißenburg in Bayern. Unter den Läufern waren wahnsinnig starke Läufer dabei, die einen Marathon in unter 2:30 Stunden schaffen oder welche, die den Transalp Lauf mitgemacht haben. Alexander meinte er würde in einem 5:30er Tempo laufen wollen, was ich für mich als machbar ansah.

Kurze Ansprache vor dem Start
Nach einer kurzen Begrüßung der 50 Teilnehmer ging es dann zuerst gemeinsam durch Weißenburg. Als wir Weißenburg hinter uns gelassen hatten, verschärften die starken Läufer ihr Tempo, während wir unserem Tempo treu blieben. Ich fühlte mich wohl und es machte Spaß auf recht kleinen Pfaden durch die Landschaft zu laufen. Zwischendurch unterhielten wir uns über das Training und Wettkämpfe. Da war die Welt noch in Ordnung.

Über 50 Teilnehmer liefen mit
Die erste Verpflegungsstelle kam bei Kilometer 13 kurz vor dem Brombachsee. Wir machten ein paar Minuten Pause, tranken etwas und stopften ein paar Kalorien noch rein. Anschließend ging es weiter entlang am Brombachsee. Das wieder Anlaufen fiel mir schwer und meine Mitläufer hielten das Tempo recht hoch. Ich hatte Mühe dran zu bleiben, aber es sollte noch schlimmer kommen. Nachdem wir die flache Passage entlang des Brombachsees hinter uns gelassen hatten, ging es einen heftigen Anstieg hoch. Hier musste ich komplett abreißen lassen. Ich war froh, dass ich Alexander immer noch in Sichtweite vor mit hatte, denn ich hatte keine Ahnung, wo die Strecke entlang führt. Anschließend konnte ich die gerissene Lücke wieder schließen, vermutlich auch weil Alexander etwas Tempo raus genommen hatte. 

Vorbei am Brombachsee und ich im Schlepptau von Alexander
Bis Großweingarten hatte ich mich dann atem- und herzfrequenztechnisch wieder gefangen, bevor es dann bergab nach Spalt ging. Bei 10% Gefälle ging das ganz schön auf die Oberschenkel. In Spalt freute ich mich dann auf die zweite Verpflegung samt kurzer Rast. Bis dahin hatten wir 22 km hinter uns gelassen und ich war weiter gelaufen als je zuvor. Die verbleibenden 5 km würde ich nun auch noch schaffen, obwohl ich schon von der "Wand von Spalt" gehört hatte. Nach ein paar Minuten machten wir uns wieder auf den Weg, der uns aus Spalt heraus und hinauf führte. Der Anstieg war soweit gesehen ok und gut machbar. Alexander hatte sich wie schon bei dem vorherigen Anstieg abgesetzt. Dann kam aber die "Wand von Spalt" und gefühlt ging es nur noch im Schritttempo voran. Es wurde immer steiler. Ich war zwar noch immer im "Laufmodus", aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht gehen schneller gewesen wäre. Alexander pumpte oben auch heftig und als ich dann ankam, ging es gleich weiter. Der heftigste Teil war hinter uns, aber noch nicht alle Höhenmeter. Es ging moderat noch ein paar Meter weiter nach oben, bevor es dann wieder langsam abwärts ging. Ich war überrascht, dass ich immer noch Kraft in den Beinen hatte. Vermutlich hat das näher kommende Ziel mich nochmal motiviert. Gefühlt hätte ich noch weiter laufen können, aber irgendwie war ich dann doch froh an der Pflugsmühle angekommen zu sein. (Hier die Aufzeichnung der gelaufenen Strecke)

Höhenprofil des PflugsmühleLauf
Nach einer ersten Erfrischung mit einem Bier konnte man sich duschen und umziehen. Anschließend gab es ein riesiges Abendbuffet, um die leeren Speicher schnell wieder aufzufüllen. Dort sah ich dann auch, dass Rebecca Robisch mit gelaufen war und den schnellen Jungs vorne einheizte. Insgesamt gesehen war es ein perfekter Tag und ein toller Lauf ohne Zeitdruck, durch eine schöne abwechslungsreiche Landschaft. Danke an Alexander, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast, bei euch mitlaufen zu dürfen. Da mache ich gerne wieder mal mit. :-)

Laufshirt zum PflugsmühleLauf 2013

Samstag, 21. Dezember 2013

Top 10 beim Kuhseetriathlon inklusive Staub- und Hitzeschlacht

Ende Juli findet jedes Jahr in Augsburg der Kuhsee-Triathlon statt. Ein beliebter Jedermann-Triathlon, mit über 300 Einzelstartern und mehr als 100 Staffeln. Organisiert wird der Event von der Augsburgerin Katja Mayer, einer erfolgreichen Profi-Triathletin (Siegerin Ironman Florida, Vize-Europameisterin, Amateurweltmeisterin IM Hawaii, 35 erfolgreiche Ironmanteilnahmen).

2008 war dies mein erster Triathlon. Geschwommen wird 500 Meter im Kuhsee. Gefahren wird auf einer Schotterstraße über 18 km entlang des Lechdamms. Gelaufen werden die 5 km auf einer kleinen Erhebung neben dem Lechdamm. Bei meiner ersten Teilnahme wurde noch durch ein kurzes, aber sehr enges Waldstück gefahren, wo es zu wilden und gefährlichen Überholmanövern kam. Diese Gefahrenstelle wurde nun beseitigt.

5 Jahre nach meinem Erststart, wollte ich an diesen Wettkampf vor meiner Haustür mal wieder teilnehmen, zumal meiner Kinder in den vergangenen 4 Jahren sowohl als Staffel- als auch als Einzelstarter sehr erfolgreich teilgenommen haben (von Platz 1 bis Platz 4 war alles dabei). So erfolgreich würde ich natürlich nicht sein, aber irgendwie reizte es mich schon auch mal eine gute Platzierung zu erreichen.

Die Wettervorhersage für den Wettkampftag war beeindruckend: heißestes Wochenende des Jahres, 35 Grad werden erwartet. Meine bisherigen Erfahrungen mit Hitzerennen waren alles andere als ermutigend. Glücklicherweise wurde der Startzeitpunkt für die Erwachsenen Einzelstarter auf den Vormittag vor verlegt, aber auch da war es schon recht heiß. Hart war es dann aber für meine Tochter, die erst um 13 Uhr starten durfte.

Die Startaufstellung war diesmal seitlich durch einen Torbogen begrenzt. Bisher konnte man sich recht breit am Ufer aufstellen, was dann zu einem zivilisierteren Start führte. Diesmal war ich inmitten des Gewühls und hatte das Gefühl, gar nicht vorwärts zu kommen. Zumindest strengte es mich wahnsinnig an.

Wie ich den Massenstart liebe - NICHT!
Auch steckte ich einige Schläge ein, die meine Stimmung nicht gerade steigen ließen. Oftmals schwamm ich im Wettkampf besser als im Training, aber diesmal konnte ich keinen Druck im Wasser aufbauen und so richtig gespürt habe ich das Wasser auch nicht. Zeitweise schwamm ich sogar Brust und ich fühlte mich wie ein Ersttäter ohne Kondition.

Dicke Backen nach einer unterirdischen Schwimmleistung
Die Schwimmzeit war entsprechend mies. Mit über 10 Minuten war ich gleich langsam wie vor 5 Jahren. 2 Minuten schneller hätte drin sein müssen. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass der Zweiteiler mich gehörig bremste. Zwei Wochen danach machte ich einen Versuch und schwamm mal mit und mal ohne Oberteil. Der Unterschied war doch gewaltig. Sicherlich ist ein Zweiteiler schlechter als ein Einteiler, aber auch bei meinen Einteilern hatte ich immer das Gefühl mich mehr anstrengen zu müssen als nur in einer Badehose. Über einen guten Tipp für einen gut schwimmbaren Einteiler würde ich mich sehr freuen.

Kein Trübsal blasen, weiter geht's. Noch zwei Disziplinen Zeit zum Aufholen
Dann schnell zum Rad und raus auf die Schotterstrecke. Die meisten Athleten wie auch ich traten mit Mountain-Bikes an, aber einige fuhren auch mit ihren Rennrädern. Das hätte ich meinem Rennrad nicht antun wollen. Auf dem Schotter mussten wir einiges an Staub schlucken, sodass ich fast meine ganze Radflasche in der halben Stunde getrunken habe.

An ein fahren ohne Windschatten ist auf der einspurigen Straße mit Gegenverkehr nicht zu denken. Zu Beginn fahren zwei oder drei Fahrer nebeneinander. Wenn die ersten schnellen Radfahren dann entgegen kommen, wird es auf der einspurigen Straße recht eng.

Ich konnte einige Plätze mich nach vorne arbeiten. Zwar fahre ich auch gerne mit dem MTB, aber meine Sitzposition ist nicht optimal und der Vorbau ist zu groß. Da sollte ich etwas dran ändern, damit ich im nächsten Jahr etwas besser drauf sitze.

Staubschlacht auf der ganzen Radstrecke
Beim Wechsel auf die Laufstrecke schaffte ich es nicht, das Rad in die vorgesehene Halterung zu stecken. Der Reifen war einfach zu breit. Da neben mir genügend Platz war, legte ich mein Rad einfach auf dem Boden ab, schnappte mir die Schildmütze und begab mich auf die letzten 5 km.

Ein paar Stunden zuvor hat das Rad noch sauber augeschaut
Gleich zu Beginn der Laufstrecke gab es eine kleine Wasserdusche, die sehr angenehm war, bevor es wieder raus in die Sonne ging. Als mir die ersten Läufer entgegen kamen, habe ich erstmals mitgezählt, wie viele Teilnehmer vor mir lagen. Am Wendepunkt bei der Hälfte der Strecke lag ich noch auf Platz 30. Die Feuerwehr hatte dort eine große Wasserdusche aufgebaut. Aus zwei C-Rohren wurde ein kühler Schauer gezaubert. Für eine richtige Abkühlung hat es nicht gereicht, aber besser als nichts.
Auf dem Rückweg zum Ziel verlor ich noch ein paar Plätze an schnelle Läufer, sammelte aber auch noch ein paar andere Teilnehmer ein. Kurz vor dem Ziel sah ich noch einen Teilnehmer, dem ich immer näher kam. Kurz vor dem Zielkanal entschied ich mich ihn zu überholen. Ich zog an ihm vorbei und dachte ich könnte den Platz jetzt locker ins Ziel laufen. Denkste! Auf den letzten Metern wurde ich noch von ihm übersprintet.

Kurz vor dem Ziel wurde ich noch abgefangen
Gerne hätte ich hier das Video vom Zieleinlauf gezeigt, aber leider konnte ich es von der Homepage der Zeitnahmefirma hier nicht einbinden. Wer es trotzdem anschauen möchte, ruft bitte folgenden Link auf.

Zufrieden mit Platz 38 insgesamt und Platz 10 in der AK
Im Ziel war erstmal Kühlung angesagt und auch dringend notwendig. Danach kurz regenerieren, bevor ich meine Tochter bei ihrem zweiten Einzelstart tatkräftig anfeuerte. Sie war deutlich erfolgreicher wie ich und schaffte es trotz der brütenden Mittagshitze auf den 2. Platz in ihrer AK und auf den 3. Platz insgesamt. Da ziehe ich doch begeistert den Hut.

Kühlung ist notwendig

Der Staub hat seine Spuren hinterlassen

Zum Abschluss noch ein schönes Video, welches mit einem Quadkopter aufgenommen wurde. Zuerst gibt es Aufnahmen vom Nachtlauf, der am Abend vor dem Triathlon stattfindet. Bei 2:00 beginnt dann der Abschnitt vom Triathlon.


Nächstes Jahr werde ich wieder am Start sein und versuchen mich noch weiter vorne zu platzieren.