Mittwoch, 24. Juli 2013

4 km Langdistanzschwimmen in München - So nicht

Am 15. Juni fand zum 4. Mal das Langdistanzschwimmen in München auf der Ruderregattastrecke in Oberschleißheim statt. Für mich war es die zweite Teilnahme nach meinem Erststart 2012. Letztes Jahr lief es da richtig gut für mich und ich kam mit einer Zeit von unter 63 Minuten ins Ziel. Knapp an der 1 Stunden Grenze vorbei. Damit war insgeheim das Ziel von Sub 60 vorhanden.

Die Vorgeschichte
Den Winter über kam ich regelmäßig auf zwei Schwimmeinheiten pro Woche. Die Umfänge lagen zwischen sechs und acht Kilometern pro Woche. Es gab natürlich auch die Ausreißer sowohl nach oben (15 Wochenkilometer) als auch nach unten (0 Meter). Bei einem 1000m Test im Winter konnte ich mich im Vergleich zum Vorjahr nochmal um 15 Sekunden verbessern und schaffte die 1000m in 16:28 Minuten.
Bis in den April hinein konnte ich gute Einheiten verbuchen - unter anderem auch ein zweitägiges Schwimmseminar vom BTV. Danach war aber dann der lange Winter endlich vorbei und das Radfahren musste nun verstärkt trainiert werden, sodass ich im Mai nur noch sechs Mal im Wasser war. Einmal davon nur für einen halben Kilometer bei 16 Grad im Freibad und einmal beim MRRC Stadt-Triathlon. Der Juni war nicht viel besser, auch wenn ich noch zwei weitere Neo-Einheiten im Freibad machen konnte, bei denen ich entspannt Zeiten von unter 32 Minuten für die 2 km schwamm. Hochgerechnet sollte es damit für eine ähnliche Zeit wie im Vorjahr reichen.

Der Wettkampf
Wie schon im letzten Jahr, verabredete ich mich mit Frank. Mein Trainingspartner Christian konnte dieses Jahr leider nicht mitmachen. Dafür nutzte mein Arbeitskollege Jens die Veranstaltung als Vorbereitung für seine erste Langdistanz im August.

Armkreisen zum WarmUp vor dem Start -  ganz hinten / (c) x2run.com

Der Check-in verlief dieses Jahr deutlich besser als im vergangenen Jahr. Das Wasser fühlte sich recht kühl an. Kurz vor dem Start traf ich nochmal Jens direkt an den Ausstiegsstellen der Ruderer. Da waren wir somit an vorderster Front dabei und entsprechend hart verlief dann auch der Start. Es war ein gewaltiges Hauen und Stechen und mir ging recht schnell die Luft aus. Im letzten Jahr hatte ich mich bewusst weiter hinten vor dem Start aufgehalten und war deutlich entspannter in das Rennen gestartet. Nach ein paar hundert Meter hatte ich eigentlich keine Lust mehr. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich zwar in ruhiges Fahrwasser und hatte dann freie Bahn, aber gefühlt hatte ich meine Körner bereits verschossen.

Bei der Zwischenzeit nach 2 km dann der Schock beim Blick auf die Uhr: 34:09 Minuten
Noch am Vortag schwamm ich die gleiche Strecke mit Neo im Dante Freibad in 31:25 Minuten

Kurzer Landgang nach 2 km / (c) x2run.com

Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch machte ich mich auf den Rückweg. Doch mehr war irgendwie nicht drin an dem Tag. Für den Rückweg brauchte ich 34:18 Minuten, sodass ich erst nach 1:08:27 aus dem Wasser kam. 5 1/2 Minuten langsamer als im letzten Jahr. Entsprechend enttäuscht war ich von meiner Leistung.

Endlich im Ziel / (c) x2run.com


Video vom Zieleinlauf / (c) sas-zeitmesssysteme.de

Ursachenforschung

Bisher konnte ich keine einzig gewichtigen Grund für mein mieses Abschneiden finden. Vermutlich waren es mehrere Gründe, die zusammen kamen:
- zu viel Stress beim Wasserstart (vermutlich der wichtigste Grund)
- weniger km in den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf im Vergleich zum Vorjahr
- die 2,5 km Einheit am Vortag (eher unwahrscheinlich)

Jedenfalls werde ich auch im kommenden Jahr an dem Wettkampf teilnehmen. Der Wettkampf ist gut organisiert, ich habe keine lange Anreise und die Zahl der Athleten die ich kenne steigt von Jahr zu Jahr.

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist das Finisher-Shirt aus weißer Baumwolle. Entweder drauf verzichten und damit den Startpreis verbilligen oder aber ein hochwertiges Funktionsshirt ausgeben (gerne auch gegen Aufpreis auf Bestellung).

Viele Grüße

Matthias