Sonntag, 31. März 2013

Langlaufwochenende in Leutasch

Vor ca. 30 Jahren stand ich ein aller einzigstes Mal auf Langlaufbrettern. Bis jetzt hat mich diese Sportart nicht sehr fasziniert, wenngleich ich es im Fernsehen doch recht gern angeschaut habe. Einige Triathleten nutzen den Langlauf im Winter über als optimalen Ausgleich und zur Ergänzung des eigentlichen Ausdauer- und Schwimmtrainings.

Zu Weihnachten bekam ich von meiner Frau ein Langlaufwochenende in Leutasch geschenkt. Es sollte ein reiner Skating-Kurs werden, jedoch kam dieser Kurs nicht zustande. Daher wandelten wir den Kurs in ein privates Training um und lernten am Samstag den klassischen Laufstil und am Sonntag das Skating.

Das Übungsgelände direkt hinter mir

Übungsgelände gleich neben dem Schwimmbad

Casey und der Langläufer in Leutasch
Den klassischen Laufstil hatte ich relativ schnell gelernt, sodass ich auf dem idealen Übungsgelände bereits meine ersten Runden drehen konnte. Nach den zwei Stunden mit dem Trainer genehmigten wir uns eine Pause. Am Nachmittag machten wir uns nochmal auf und fuhren noch eine knappe Stunde im klassischen Stil. Das Hochtal in Leutasch bietet ideale Verhältnisse. Lange flache Strecken und aber auch viele bergige Abschnitte, wobei ich diese bergigen Strecken noch nicht gefahren bin.

Am Sonntag stand dann die Skating Lauftechnik auf dem Plan. In den zwei Stunden erlernten wir diese Technik. Gefühlt war für mich das Skating etwas anstrengender als das klassische Laufen. Nach dem Training liefen wir noch eine kurze Runde, bevor wir unsere Heimreise antraten.

Die Dynamik fehlt noch, aber ich komme vorwärts :-)


Die Ausdauer lässt sich durch das Langlaufen sehr gut steigern und die Gelenke und Muskulatur wird dabei auch nicht so stark belastet wie beim Laufen selber.

Beide Langlauftechniken machten mir viel Spaß. Jedoch könnte ich jetzt noch nicht sagen, ob ich im nächsten Winter mehr klassisch oder Skating laufen möchte. Die notwendige Ausrüstung werde ich mir vorerst leihen.
Gibt es irgendwelche Vorteile der einen oder anderen Technik in Bezug auf die drei Triathlon-Sportarten? Was ist da Eure Einschätzung? Würde mich wirklich interessieren, viele Kommentare hierzu zu bekommen.

Viele Grüße und noch schöne Ostern

Matthias







Freitag, 22. März 2013

2-Tage Schwimm-Camp vom BTV

Anfang März habe ich an einem 2-Tage Schwimm-Camp vom Bayerischen Triathlon Verband (BTV) teilgenommen. An den zwei Tagen kam ich dadurch auf 8 Stunden Sport aufgeteilt in jeweils zwei Stunden vormittags und nachmittags. Stattgefunden hat das Camp in Kirchseeon bei München im dortigen Berufsförderungswerk. Dort gab es eine Sporthalle und ein 25 Meter Becken mit vier Bahnen. Passend für uns 16 Teilnehmer. Geleitet hat das Training Andy Lübbe, ein früherer Bundesliga- und Langdistanzschwimmer.



Begonnen wurde jede Session mit einem 15 bis 20 minütigen Warm-Up an Land, bevor es dann ins Wasser ging. Nach einer kurzen Einschwimmzeit begannen wir mit den ersten technischen Übungen: Wassergefühl, Beinschlag, Körperrotation, Armzug in den einzelnen Phasen.

Nach der Mittagspause ging es nach dem bereits bekannten Warm-Up wieder ins Wasser mit einem kurzen Einschwimmen. Danach gab es einige Krafteinheiten, welche wirklich hart waren. 25 Meter Sprints mit einem Purzelbaum im Wasser bei der Hälfte der Bahn und Beschleunigung ohne Abstoßen vom Boden.
Danach gab es 6x25 Meter Sprints Schwimmkombi (Brust-Arme und Kraul-Beine) + Ausstieg aus dem Wasser. Auf dem Landweg zurück mussten wir 10 rückwärtige Liegestütze machen deren Ausführung immer unterschiedlich war: ganz schnell, ganz langsam, auf Kommando, im eigenen Tempo. Ein hartes Stück Arbeit. Besonders die rückwärtigen Liegestütze brachten wohl zu viel Druck auf meine rechte Schulter, sodass der Schleimbeutel etwas gereizt wurde.

Nach dem Ende der Nachmittagssession gab es noch die Möglichkeit für einen lockeren Lauf und einer kurzen Laufanalyse durch Gerhard Müller, dem Organisator des Schwimm-Camps und Seniorensportwart des BTV. Den Lauf habe ich trotz des traumhaften Wetters mit schwerem Herzen nicht mit gemacht.

Über Nacht regenerierte sich der Schleimbeutel nicht, sodass ich am Sonntag doch mit einer lahmen rechten Schulter zu kämpfen hatte. Glücklicherweise wurde es im Verlauf des Sonntags und durch die Bewegung besser.

Wir starteten wie schon am Vortag mit einem ausführlichen WarmUp an Land. Im Wasser erlernten wir dann einige interessante Einheiten, welche sich gut in ein Schwimmtraining einbauen lassen. Mit so schönen Spielchen wie "Catch me if you can" schafft man es, dass zwei Schwimmer auch wirklich über die Bahn Vollgas geben. Dabei liegen beide vollständig auf dem Wasser und haben keinen Kontakt zum Boden. Einer der Schwimmer hat ca. 7 Meter Vorsprung. Beide starten gleichzeitig und der hintere Schwimmer muss versuchen, den vorderen Schwimmer einzuholen.
Ein weiteres Spielchen ist es, eine Bahn Vollgas zu schwimmen und irgendwann auf der Strecke eine Rolle vorwärts aus der vollen Geschwindigkeit heraus zu machen. Anschließend muss ohne Abstoßen vom Boden wieder voll auf Geschwindigkeit gekommen werden. Koordinativ ganz interessant, wenn auch nicht schwer, aber die erneute Beschleunigung aus dem Wasser heraus ohne Abstoßen kostet sehr viel Kraft. Macht aber auch mächtig Spaß.

Nach den zwei Stunden im Bad ging es nochmal mit Gerhard Müller in die Turnhalle. Er zeigte uns, wie er seine langen Wintereinheiten auf der Rolle alle 15 Minuten mit unterschiedlichen Kraftübungen für die Arme sehr abwechslungsreich gestaltet. Außerdem zeigte er noch ein paar weitere Trainingsgeräte, die er so im Einsatz hat.

Nach dem Mittagessen ging es nochmal kurz ins Wasser. Diesmal ohne WarmUp an Land, da uns etwas die Zeit fehlte. Eine Stunde lang gab es dann nochmal einige Trainingsbeispiele, bevor es dann zur Einzelanalyse ging. Jeder schwamm eine Bahn, danach bekam man die Einschätzung vom Trainer und einem kleinen Tipp. Diesen sollte jeder gleich auf der Bahn zurück umzusetzen. Zum Abschluss dann noch ein paar weitere Tipps für das weitere Training.

Fazit:
Insgesamt gesehen waren es 8 Stunden Sport, ein toller Trainer, der die Dinge gut rüber bringen konnte und neue Kontakte zu Triathleten aus der näheren Umgebung. Die Kosten für dieses Schwimm-Camp beliefen sich auf 55 Euro. Wer keinen Startpass hat, muss noch 10 Euro zusätzlich bezahlen, aber selbst für 65 Euro ist das Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar.

Montag, 11. März 2013

Leistungsdiagnostik mit Atemgasanalyse (Aeroscan)

Letzte Woche hatte ich einen Termin zur Leistungsdiagnostik mit Atemgasanalyse (Aeroscan) bei der Firma Formkurve in München. Bisher hatte ich schon zwei Laktatdiagnostiken auf dem Laufband gemacht. Daher wollte ich diese Diagnostik auf dem Rad machen.

Aeroscan Atemgasanalyse auf dem Rennrad bei Formkurve