Sonntag, 28. Oktober 2012

Vorgezogene, unfreiwillige Saisonpause

Eigentlich wollte ich im Herbst noch den Halbmarathon in München laufen. Den Startplatz dafür habe ich beim Team Erdinger Alkoholfrei gewonnen. Ambitionen auf eine neue Bestzeit habe ich mir gleich von Anfang an verboten, da es unsinnig gewesen wäre, mit den knapp 200 Laufkilometern bis Ende August eine neue Bestzeit zu versuchen.

Außerdem war ich durch meine Knie-Verletzung zum Halbmarathon 2011 schon vorsichtiger geworden, auch wenn ich keine Probleme mehr mit dem linken Knie hatte.

Die Vorbereitungen auf den Halbmarathon liefen soweit auch ganz gut an. Bis zu dem ersten längeren Lauf über 18 km. Seit dem HM in 2011 bin ich nur ein einziges Mal 10 km (Erdinger Stadttriathlon) gelaufen. Alle anderen (wenigen) Läufe waren maximal 8 bis 9 km lang. Also ein gewaltiger Sprung im Umfang, aber ich fühlte mich lauftechnisch wieder hergestellt. Dieses Gefühl sollte sich noch rächen. Nach diesem Lauf spürte ich die gleichen Symptome wie schon im Vorjahr, nur dass es diesmal das andere Bein war, das schmerzte.
Meine Diagnose: ITBS
Ich begann sofort mit den gleichen Maßnahmen, die ich damals beim Physio hatte und die Schmerzen gingen auch wieder weg. Zur Sicherheit lief ich dann nur noch kurze Läufe, jedoch spürte ich meist gegen deren Ende das Knie wieder.

Nachdem ich im vergangenen Jahr diese Probleme ignorierte, den Halbmarathon gelaufen bin und dafür bis Januar mit dem Lauftraining pausieren musste, wollte ich den gleichen Fehler nicht nochmal machen. Daher habe ich dann den Startplatz ans Team Erdinger zurückgegeben.

Somit ging ich frühzeitig in die Saisonpause, wobei ich parallel begonnen habe, mich verstärkt der Rumpfstabi, dem Lauf-ABC, Kräftigungsübungen und der Massage mit der Black Roll widme. Sollte mir dies nicht helfen, wieder in ein normales Lauftraining zurück zu kommen, so werde ich mich doch einer professionellen Laufanalyse unterziehen, denn dann wird es doch an meinem Laufstil liegen, dass ich hier immer wieder Probleme bekomme.