Sonntag, 22. Juli 2012

Wettkampfbericht: Langdistanzschwimmen über 4 km

Die KW 25 stand ganz im Zeichen meines ersten Hauptwettkampfs in 2012, dem Langdistanzschwimmen über 4 km auf der Regattastrecke in Oberschleißheim bei München.

In der Woche zuvor wollte ich noch das Wasser auf der Regattastrecke testen, aber leider durften an dem Tag keine Schwimmer ins Wasser. So wich ich auf den Karlsfelder See aus und schwamm dort nochmal 2,2 Kilometer.

Am Freitag war ich noch über 5 1/2 Stunden auf dem Rad unterwegs. Nicht gerade optimal für einen Wettkampf am nächsten Vormittag, aber die Prio verlangte noch nach einigen Radkilometern.
Am Samstag Früh ging es nach Oberschleißheim. Das Wetter war sonnig und angenehm warm.

Im Vorfeld verabredete ich mich noch mit Frank (trackmyrun.de). Wir plauderten etwas über das Training und die nächsten Wettkämpfe. Beide hofften wir eine Zeit unter 1:10 Stunden schwimmen zu können. 

Eine Stunde vor dem Startschuss trank ich wieder den UltraSports Buffer, der mir schon beim Stadttriathlon in Erding gut geholfen hat. Den Neo zog ich relativ spät erst an, da ich nicht in der schwarzen Haut gekocht werden wollte. Leider verzögerte sich die Registrierung der Zeit-Chips kurz vor dem Start, sodass wir doch beim Warten in der Sonne innerhalb einiger Minuten halb durchgegart waren. Im Wasser kühlte sich der Körper dann aber doch wieder schnell ab. 

Mein Plan war, 33 Minuten auf die erste Hälfte der Strecke anzuschwimmen und dann schauen, was noch geht. Da bei der Hälfte der Strecke ein kurzer Landgang mit Zeitnahme ist, hatte ich wenigstens eine kurze Orientierung bezüglich der Zeit.

Der Start erfolgte im Wasser, was doch einige Vorteile gegenüber einem Landstart hat. Das Feld verteilt sich bereits vor dem Start über die gesamte Breite und das sonst übliche Gedränge bleibt aus. Ich fand recht schnell eine größere Lücke mit genügend Abstand zum Umfeld. Ich versuchte zwar kurzzeitig im Wasserschatten eines Teilnehmers zu schwimmen, aber dieser hatte einen extremen Beinschlag und dem entsprechend spritzte das Wasser. Daher suchte ich mir wieder etwas ruhigeres Wasser.
Mein angeschlagenes Tempo fühlte sich an, als dass ich es bis ins Ziel halten könnten. Nach 31:35 Minuten hatte ich die ersten 2 Kilometer absolviert und war somit deutlich unter Plan unterwegs. Zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich immer noch gut und locker.

(c) http://www.x2run.com: Kurzer Landgang bei 2 Kilometer
Die zweite Hälfte schwamm ich zuerst alleine, bis ich dann bei ca. Kilometer 2,8 überholt wurde. Ich hängte mich in den Wasserschatten und schwamm mit. Bei Kilometer 3,5 drückte der vor mit schwimmende Teilnehmer kurzzeitig auf das Tempo und ich versuchte mich noch dran zu hängen. Dies gelang mit nicht und aus dem bis dahin noch eleganten Schwimmstil (so vermute ich einfach mal) wurde ein Gekeule. Daher ließ ich den Schwimmer ziehen und versuchte meinen eigenen Stil wieder zu finden, was mir auch gelang.

Nach 1:02:55 Stunden stieg ich aus dem Wasser. Für die zweite Hälfte benötigte ich somit 31:20 Minuten und war damit um 15 Sekunden schneller als auf dem Hinweg.

(c) http://www.x2run.com: Das Ziel nach 4 Kilometer vor Augen

Mit diesem Ergebnis habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Platz 50 von 161 männlichen Teilnehmern kann sich für mich als ehemalige Bleiente sehen lassen.


(c) http://www.x2run.com


Insgesamt kam ich in der Woche auf knapp 11 Stunden Ausdauertraining (inklusive Wettkampf).
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
2,2 km im Neo
4,0 km im Wettkampf
Radfahren
(Build 1)
3
50 km in die Arbeit
108 km im Dachauer Hinterland
100 km auf dem Zeitfahrrad
Laufen
0

Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Dienstag, 17. Juli 2012

Training KW 24/2012 - Stadttriathlon Erding

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Stadttriathlons in Erding. Bereits 2010 war ich dort am Start. Damals konnte ich das Rennen aufgrund der nasskalten Witterung nicht wirklich genießen. Diesmal schien alles besser zu sein. Die Straßen waren trocken, die Temperaturen waren noch ok und ich fuhr erstmals mein Cervélo im Wettkampf.
Ich traf Michael Göhner beim Einrichten seines Rades in der Wechselzone und wir unterhielten uns kurz über die gemeinsame Zeit in Südtirol.

Eine Stunde vor dem Wettkampf trank ich den UltraSports Buffer. Zuvor hatte ich den Buffer schon mal im Training getestet und soweit für gut empfunden, dass ich es auch im Wettkampf wagen konnte.

10 Minuten vor dem Start ging ich kurz ins Wasser und schwamm mich etwas ein.
Kurz vor dem Start meiner Startgruppe bemerkte ich, dass ich den Brustgurt vergessen hatte anzuziehen. Das befreite mich von irgendwelchen Pulszwängen, wobei ich mich im Wettkampf sehr selten danach richte. Zu Beginn des Schwimmens gibt es das übliche Durcheinander einen Landstarts. Bis zur ersten von insgesamt sechs Bojen hat sich die Gruppe sortiert und es ging dann gut voran. Leider orientierte ich mich zu selten an der nächsten Boje, sodass ich keine optimale Linie schwamm und immer wieder korrigieren musste.  Bei meinem letzten Start in Erding schwamm die nachfolgende Startgruppe noch auf mich auf. Dies war dieses Mal nicht mehr der Fall und ich hoffte auf eine deutlich verbesserte Schwimmzeit. Mit 25:14 Minuten war ich um 2:13 Minuten schneller als vor zwei Jahren. Die vielen Schwimm-Kilometer haben sich scheinbar schon mal ausgezahlt.



Der Wechsel auf das Rad verlief auch recht flott und auf dem Rad nahm ich zügig das Tempo auf. Hier die Aufzeichnung der Radstrecke. Mit teilweise über 38 km/h ging es zunächst flach dahin. In den Anstiegen folgten die üblichen Positionsspiele. Ich fühlte mich gut und hatte bis zum Schluss noch einen guten Druck in den Beinen und hielt das Tempo. Mit einem 36er Schnitt kam ich nach 1:16:28 für die 46 Kilometer in der Wechselzone an. Damit haben sich auch die vielen Radkilometer bezahlt gemacht und auch das Setup auf dem Cervélo P2C scheint für die Kurzstrecke zu passen..

Jetzt war die spannende Frage, was mit meiner Laufleistung sein würde. Mit gerade mal 135 gelaufenen Kilometern in 2012 hatte ich kaum die notwendigen Laufbeine für eine schnelle Zeit. Die ersten Schritte aus der Wechselzone fühlten sich wie immer komisch an. Jedoch fand ich recht schnell ein Tempo und einen Rhythmus den ich vermutlich über 10 Kilometer halten konnte. Beim ersten Kilometer-Schild hatte ich eine 4:50 auf der Uhr stehen. Dieses Tempo überraschte mich dann doch. Das ist deutlich über dem Tempo was ich erwartet hatte. Mir war nicht klar, ob ich dieses Tempo durchstehen konnte, aber ich wollte es zumindest versuchen. Also behielt ich das Tempo bei und der zweite Kilometer ging in 4:45 dahin. Ich fühlte mich immer noch gut dabei. Unterwegs bekam ich diverse Unterstützung durch meine Familie, Meike Krebs und Thorsten Rebek. Diese Motivation nahm ich mit auf die nächsten Kilometer, welche ich in 4:42, 4:49 und 4:48 ab spulte. Ich war für meine Verhältnisse schnell unterwegs, eigentlich zu schnell und ich wartete auf den Zeitpunkt meines Einbruchs. Der kam auch bei Kilometer 6, wobei ich immer noch mit einem 5er Schnitt weiterlaufen konnte. Bei den letzten beiden Kilometer liefen dann mit 4:40 wieder besser. Mit einer Zeit von 48:18 Minuten über die 10 Kilometer erfüllte ich mir noch nebenbei eine neue Bestzeit über dieser Strecke.

Entspannter Einlauf ins Ziel



Nach diesem gelungenen Wettkampf schmeckte das Erdinger Alkoholfrei noch viel besser. Im Zielbereich traf ich Michael Göhner nochmal und gratulierte ihm zum erneuten Sieg in Erding.

Das gigantische Finisher-Buffet verdient abermals lobende Erwähnung. Besonders der Kirsch-Schoko-Kuchen und die Muffins waren spitze. Vielen Dank auch an die vielen Helfer und an die Organisatoren für einen wieder gelungenen Wettkampftag.

Der einzige Wermutstropfen entdeckte ich dann beim Abholen meines Rades in der Wechselzone in Form eines nicht mehr vorhandenen Ersatz-Schlauchreifens. Ich will nicht ausschließen, dass ich diesen beim Absteigen vom Rad aus dem Flaschenhalter gekickt habe, wobei dies meines Erachtens auf Grund der hohen Reibung zwischen Gummi und Metall fast nicht möglich sein kann.

Fazit:

  • Insgesamt brauchte ich 2:33:48 Stunden
  • Eine Verbesserung um über 9 Minuten im Vergleich zu 2010, obwohl die Rad-Strecke um 2 Kilometer länger war
  • Gleichmäßige Verbesserung in allen drei Disziplinen, trotz dem Ungleichgewicht im Training

Insgesamt kam ich in der Woche auf knapp 9 Stunden Ausdauertraining (inklusive Wettkampf).
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
1,6 km im Neo
1,5 km im Wettkampf
Radfahren
(Build 1)
3
54 km in die Arbeit
100 km in die Arbeit und zurück
46 km im Wettkampf
Laufen
1
10 km im Wettkampf
Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Sonntag, 15. Juli 2012

Training KW 23/2012 - Gardasee

Die Tage nach dem kleinen Trainingslager in Südtirol pausierte ich grundlegend, zumal ich mir eine kleine Erkältung zugezogen habe. Diese habe ich mir wohl beim Warten in der Kälte am Sella Joch zugezogen.
Zumindest bekam ich die Erkältung schnell in den Griff.

Ich verbrachte noch einige Tage in Costermano am Gardasee. Die Strecke über den Brenner kenne ich nun fast auswendig. Innerhalb von 11 Tagen bin ich nun vier Mal über den Brenner gefahren.

Dort schwamm ich im Pool mit Neo, während neben dran andere Gäste auf der Pool-Terrasse bereits frühstückten. Ich begnügte mich mit 200m einschwimmen, 5x100m Technik, 2x500m auf Zeit, 300 ausschwimmen, denn es sollte noch eine knackige Radeinheit auf mich warten.

Nach dem Frühstück wollte ich einen der härtesten Anstiege Italiens, den Passo del Telegrafo in Angriff nehmen. Hier die Aufzeichnung der gefahrenen Strecke.
Die ersten 30 km waren zum Warm-Up gedacht, wobei ich dabei bereits über 600 Höhenmeter mitnahm. In dem kleinen Dorf Magugnano begann dann der "Spaß". Zuerst ging es noch 2 km locker hoch und ich bekam einen schönen Ausblick auf den Gardasee. Dann kamen 500 Meter mit "nur" 11% Steigung.


Schöne Aussicht auf den Gardasee
Bald ist der Spaß vorbei und der Anstieg wartet
Doch dann war es plötzlich mit dem "Spaß" vorbei und die Arbeit fing an. Die Steigung der kaum befahrenen Straße stieg zunächst auf 13% und blieb dann für die nächsten 6 km konstant zwischen 15% und 17%. Auf den Bildern kommt die Steilheit der Straße leider nicht gut heraus, aber ich war sehr froh, vorne ein drittes Kettenblatt zu haben. So schleppte ich mich von Spitzkehre zu Spitzkehre und auch die Sonne tat ihr Bestes und grillte mich von außen. Bisher fuhr ich jeden Pass ohne Pausen durch, aber dies gelang mir bei dem Pass nicht. 

Steiler Anstieg auf den Passo del Telegrafo

Kein Ausruhen in den Spitzkehren
Die Kilometerschilder, wie weit es noch bis nach oben ist verraten die Steigung des nächsten Kilometers. Nicht gerade sehr motivierend.

Nur noch 6 km, aber dafür 17% auf dem nächsten Kilometer

Aber irgendwie schaffte ich es doch nach oben und bekam auf dem letzten Schild des Anstiegs das gesamte Ausmaß der Anstrengung gezeigt.

6 km mit meistens 17%

In der Beschreibung zu dem Pass auf quaeldich.de steht dazu:
"Warum man solche Straßen baut, ist schwer zu verstehen; warum man dann auch noch mit dem Rad hochfährt, vielleicht ein Fall für geschulte Psychologen."

So schlimm kann es aber dann auch wieder nicht gewesen sein, denn nach eine kurzen Abfahrt fuhr ich noch einen weiteren Anstieg mit 350 Höhenmetern noch. Diesmal war die Steigung moderater und angenehm zu fahren.
Die gesamte Tour hatte 67 km und 2080 Höhenmetern. Fahrzeit 3:50h.

Am nächsten Tag gönnte ich mir eine Pause bis zum Abend, bevor ich mal wieder die Laufschuhe schnürte. Raus kam ein flotter Lauf im welligen Gelände.

Den letzten Tag unseres Aufenthalts nutzte ich noch für eine harte Tempoeinheit auf dem Rad. Um 6 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Torbole, um rechtzeitig nach 90 km bis 9 Uhr zum Frühstück wieder zurück zu sein. Ich fuhr nüchtern los und hatte nur Wasser in den Radflaschen. Zuerst ging es von Costermano runter nach Garda und von dort an nur noch flach nach Torbole. Ich fuhr einen 34er Schnitt und kam nach 1:21h in Torbole an. Dort machte ich eine kurze Pause, bevor ich wieder zurück fuhr. Ich fuhr das gleiche Tempo wie auf der Hinfahrt und kam nach 1:13 wieder in Garda an. Nun stand noch der Anstieg nach Costermano an. Die 17% vom Passo del Telegrafo und der Lauf vom Vorabend machten sich nun bemerkbar und ich spürte erstmals die müden Beine. Im Flachen konnte ich noch einen guten Druck auf das Pedal bringen, aber im Anstieg fehlte mir die zusätzlich notwendige Kraft. Die Oberschenkel brannten und ich war froh, nach 2:50h das Hotel erreicht zu haben. 

Ziel erreicht: 34er Schnitt auf 90 km, nüchtern und nur mit Wasser gefahren - Fettverbrennung funktioniert.

Zur Belohnung genehmigte ich meinen Oberschenkeln eine eiskalte Dusche und ich hatte den Eindruck, dass dies half, keinen Muskelkater zu bekommen. Das Frühstück war dann die Belohnung für den Rest des Körpers und den Kopf.

Drei Tage danach fuhr ich erstmals mit meinem Wettkampf-Setup (Cervelo P2C, Aerohelm und WK-Kleidung) eine 120 km Runde mit heftigem Gegenwind auf dem Rückweg. Das neue Bike fühlte sich noch recht ungewohnt an, sodass ich nun verstärkt auf dem Zeitfahrrad sitzen sollte.

Viele Grüße

Matthias

Insgesamt kam ich in der Woche auf knapp 14 Stunden Ausdauertraining.
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
2 km im Neo
5 km mit 20x200 im Hauptteil
Radfahren
(Build 1)
3
67 km mit 2080 Höhenmetern - Passo del Telegrafo
90 km im WK-Tempo nach Torbole und zurück
120 km im Wettkampf-Setup
Laufen
1
8 km locker
Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Samstag, 14. Juli 2012

Training KW 22/2012 - Trainingstage in Südtirol

Über Pfingsten standen drei harte Trainingstage in Südtirol auf dem Programm. Dabei hatte ich die Gelegenheit mit Meike KrebsMichael Göhner (beide vom Team Erdinger Alkoholfrei) und weiteren starken Jungs (Kai1, Kai2, Martin) zu trainieren.

Ich fuhr am Pfingstsonntag mit weniger als vier Stunden Schlaf nach Südtirol. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für die anstehenden Trainingstage. Treffpunkt war das Freibad in Tramin, wo es zur meiner ersten Einheit 2012 im Neo gehen würde. Jeder von uns sechs Schwimmern hatte eine eigene Bahn für sich. Was für ein Luxus.
Mit dem Neo zu schwimmen war für mich zum ersten Mal sehr ungewohnt und anstrengend. Kein Gefühl von Lockerheit und keine Steigerung der Geschwindigkeit, so wie ich das früher erlebt hatte. Daher war ich froh, nach 3,7 km wieder aus dem Wasser steigen zu können.

Gigantische Kulisse beim Schwimmtraining
Dann ging es zügig ins Hotel Arndt und wir stärkten uns am köstlichen Frühstücksbuffet für die kommenden Aktivitäten.

Gegen 11:30 Uhr ging es dann mit Kai, Martin und 2 Locals auf eine kurze Runde von 85 km und 1000 Höhenmetern. Die ersten 40 km Richtung Lana waren vollständig flach, aber dafür wurde ein flottes Tempo gefahren. Danach sammelten wir die Höhenmeter ein. Nach 3:21h kamen wir wieder im Hotel an.
Anschließend wäre noch Stabitraining gewesen, aber der wenige Schlaf in der Nacht zuvor machte sich jetzt stark bemerkbar, sodass ich diese Einheit "verschlief".

Für den nächsten Tag stand eine Monstereinheit auf dem Programm. 200 km mit 4000 Höhenmetern. Von Tramin aus nach Canazei, dann die Sella Ronda und wieder zurück nach Tramin. Da ich das Tempo der Gruppe nicht einschätzen konnte und selber eine solche große Einheit noch nie absolviert hatte, verkürzte ich meine Strecke und ich stieß erst in Canazei zu der Gruppe dazu. Somit waren es für mich ca. 130 km und 2300 Höhenmeter.

Die Sella Ronda kannte ich schon teilweise vom vergangenen Jahr und freute mich auf die schöne Strecke.
Die Wettervorhersage war jedoch alles andere als schön. Über Nacht regnete es und für die Dolomiten waren nur 5 Grad vorhergesagt. Daher begleitete uns Meikes' Freund Sebastian mit dem Auto und wärmender Kleidung für die Abfahrten. Dies war auch wirklich notwendig.

Kurz nach 8 Uhr startete die Gruppe. Michael Göhner startete kurz vor 9 Uhr und nahm die Verfolgung der Gruppe auf. Sebastian und ich hatten noch etwas Zeit, bevor auch wir mit dem Auto nach Canazei fuhren. Im Tal schien die Sonne und es war angenehm warm. Auf der Fahrt nach Canazei kamen immer mehr Wolken auf und die Temperatur ging rasant nach unten.
In Canazei war dann keine Sonne mehr zu sehen und es hatte gerade mal noch 12 Grad. Ich startete mit der Auffahrt zum Sella Joch und die Gruppe war ca. 10 Minuten hinter mir. Ich kam gut in Tritt, obwohl es ohne Einrollen sofort in den Anstieg ging. Bis zur Abzweigung zum Pordoi benötigte ich für die 350 Höhenmeter 25 Minuten. Die restlichen 430 Höhenmeter schaffte ich in 30 Minuten. Oben wartete Sebastian schon mit den warmen Klamotten. Diese waren auch dringend notwendig, denn es hatte nur noch 5 Grad und es lag frisch gefallener Schnee auf den Wiesen.
Bis die Gruppe ankam, sich umgezogen und verpflegt hat, vergingen noch 30 Minuten. In der Zeit bewegte ich mich kaum und war entsprechend durchfroren als wir die Abfahrt zum Grödner Joch antraten.

Schnee am Sella Joch
Bei der Abfahrt zum Grödner Joch begann es leicht zu regnen, jedoch hörte es bald wieder auf und es wurde mit jedem Meter wieder etwas wärmer. In der Abzweigung zum Grödner Joch verstauten wir unsere wärmende Kleidung im Auto und starteten in den kurzen Anstieg (nur 20 Minuten) zum Grödner Joch. Oben wurden wir von Schneeregen begrüßt. Gleichzeitig hatte uns Michael Göhner eingeholt. Er entschied sich jedoch für keine Pause und wärmende Kleidung sondern fuhr gleich weiter Richtung Corvara. Wir hielten uns aufgrund des schlechten Wetters auch nicht lange am Grödner Joch auf und genossen dann die lange Abfahrt nach Corvara.

Ankunft am Grödner Joch kurz vor der Schneeregen eintrat
Dort zeigte sich sogar wieder mal kurz die Sonne bevor wir den Passo di Campolongo angingen. Auch dieser Anstieg ist nicht sonderlich schwer. Nach 26 Minuten hatten wir die 350 Höhenmeter geschafft und wir fuhren gleich weiter nach Arabba. Dort stärkten wir uns nochmal, bevor wir die 640 Höhenmeter auf den Passo di Pordoi angehen würden. Ich fühlte mich noch frisch und fuhr mein Tempo den Pass hoch. Nach 46 Minuten war ich oben. Dann wieder das gleiche Spiel. Warme Kleidung anziehen, eine Kleinigkeit essen und die Abfahrt genießen. Wir trafen uns dann alle wieder in Canazei, wo meine Runde begann. Die Fahrzeit betrug 3:15h. Wir füllten ein letztes Mal unsere Radflaschen auf und nahmen uns noch etwas Verpflegung für die Rückfahrt nach Tramin mit.

Nach der Sella Ronda tat die warme Sonne gut
Von links: Martin Januosek, ich, Kai Schmid, Meike Krebs, Kai Gilbert

Nach etwas über 5 Stunden (für mich) kamen wir zum Hotel zurück, wo uns Michael Göhner mit geschnürten Laufschuhen begrüßte. Er fuhr auf seiner Rückfahrt noch einen weiteren Pass und über Bozen und hatte somit 225 km und 4500 Höhenmeter absolviert, bevor er noch einen 8 km Lauf zum Abschluss lief. Der Hammer.

Am letzten Tag stand nochmal eine Schwimmeinheit auf dem Programm. Wieder schwammen wir im Neo und diesmal fühlte es sich besser an als noch vor zwei Tagen. Für das anstehende Langdistanz-Schwimmen bedeutet dies, dass ich noch einige Male mit Neo schwimmen sollte.

Die Radausfahrt stand ganz im Zeichen von Intervallen (3 am Berg - uff - und 2 im flachen Gelände). Für die 3 Intervalle am Berg sollte der Mendelpass herhalten. Michael Göhner startete zusammen mit uns, fuhr aber später eine andere Strecke.

Michael Göhner und Meike Krebs im Gespräch
Am Fuße des Mendelpasses trafen wir Swen Sundberg vom Triathlon Team Abu Dhabi, der einige K3 Einheiten dort trainieren wollte und den Pass gleich zweimal hintereinander fuhr. Für uns ging es zuerst mal locker den Pass hinauf bis Swen uns überholte und Meike sich dran hängte. Das war der Startschuss für das erste Intervall. Ich fühlte mich noch frisch und konnte gut mithalten. Nach zwei Minuten war das Intervall vorbei und wir kurbelten locker weiter. Das zweite Intervall war, wie hätte es auch anders sein können, deutlich anstrengender, aber ich schaffte es noch mit zu halten. Ich merkte jedoch, dass mein Puls nicht mehr wirklich nach oben gehen wollte. Ich vermutete, dass sich die vielen Trainingsstunden der Vortage nun bemerkbar machten. Das dritte Intervall ging ich zu Beginn noch mit, musste aber nach kurzer Zeit abreißen lassen. Der Puls ging nicht mehr hoch und die Kraft in den Beinen war weg. Ich kurbelte locker weiter und machte noch einige Fotos. Oben angekommen gab es eine kühle Cola und wir fuhren zügig weiter nach Cles am Lago di Santa Giustina. Dort stärkten wir uns mit Eiskaffee. Die Weiterfahrt gestaltete sich recht einfach. Meistens ging es bergab. Bei Kilometer 80 absolvierten wir noch die beiden Intervalle im Flachen. Ich war erstaunt, dass ich wieder genügend Kraft in den Beinen hatte und gut mithalten konnte. Zumal ich nur mit dem Rennrad unterwegs war während Meike und Kai mit ihren Wettkampf-Setup fuhren. Nach knapp 4 Stunden Fahrzeit kamen wir zurück ins Hotel und ich schnürte noch meine Laufschuhe für einen kurzen Koppellauf. Bei Meike und Kai standen noch Lauf-Intervalle auf dem Programm, aber deren Lauftempo konnte ich beim besten Willen nicht mitgehen. Außerdem musste ich noch 4 Stunden heimfahren, sodass ich mich mit dem direkten Koppellauf begnügte.

Lago di Santa Giustina
Lago di Santa Giustina
Es war mein erstes zwar kurzes Trainingslager, aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht, sich mal nur auf den Sport konzentrieren zu können. Das Training mit deutlich fitteren und schnelleren Leuten brachte mich an eine neue Grenze, die ich vielleicht durchstoßen habe. Die Gegend um Tramin in Südtirol eignet sich hervorragend. Lang und flach ist ebenso möglich wie auch die Sammlung von vielen Höhenmetern.

Viele Grüße

Matthias

Insgesamt kam ich in der Woche auf gut 15 Stunden Ausdauertraining.
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
3,7 km und 3,6 km im Neo
Radfahren
(Build 1)
4
85 km mit 1090 Höhenmetern - Tramin - Lana - Tramin
132 km mit 2270 Höhenmetern - Sella Ronda
102 km mit 1600 Höhenmetern - Intervalle am Berg - Aua
96 km in möglichem WK-Tempo
Laufen
1
2,5 km kurzer Koppellauf
Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Freitag, 13. Juli 2012

Training KW 21/2012 - Bike-Fitting

Nach dem Amadé Radmarathon nahm ich mir ein paar Tage vom Training frei und regenerierte mich.
Sitzposition kann noch optimiert werden

Ich nutzte die trainingsfreie Zeit für einen Abstecher nach Hilpoltstein, um mich dort vom Bike-Biomechanik-Guru Fritz Buchstaller auf mein Cervélo einzustellen. Ich nutzte die Anfahrt ins fränkische Hilpoltstein, um mich zuvor noch vom Osteopathen Reiner Wittmann durchchecken zu lassen. Er fand keine zu reparierenden Schwachstellen, wodurch ich schon mal sehr erleichtert war.

Meine Problematik mit dem linken Knie sprach ich auch an. Er untersuchte mich darauf hin und bestätigte mir, dass mein IT-Band mit der Oberschenkelmuskulatur verklebt sei. Ursache ist meist eine Überlastung. Behoben werden kann dies durch regelmäßige Nutzung der Blackroll und Dehnung der betroffenen Muskulatur. Da werde ich mich nun wohl doch daran halten müssen und dies regelmäßig machen.

Danach ging es weiter zur Radeinstellung. Da ich bereits im vergangenen Jahr neue Einlegesohlen für die Radschuhe durch Fritz bekam und ich nur Stunden zuvor noch osteopathisch untersucht wurde, ging es für mich gleich auf das Rad. Es musste nicht viel geändert werden: Sattel nach hinten und höher, kürzerer Vorbau. Jedoch fühlte es sich im Vergleich zum Rennrad ungewohnt an. Vermutlich kommt es durch die längere Kurbel zu einen anderen Sitzposition, an die ich mich noch gewöhnen muss. Jedenfalls war ich nach relativ kurzer Zeit eingestellt und fertig. 
(c) LAZER Sport




Ich kaufte mir noch die "Aero-Mütze" Tardiz der Firma Lazer, um in den Wettkämpfen noch etwas mehr Zeit einsparen zu können. Einen ausführlicheren Testbericht schreibe ich noch.



Viele Grüße

Matthias

Insgesamt kam ich in der Woche auf gut 3 1/2 Stunden Ausdauertraining.
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
0

Radfahren
(Build 1)
1
100 km in die Arbeit und zurück - ganz locker
Laufen
0

Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Montag, 9. Juli 2012

Hauptwettkampf: Staffelradfahrer bei der Challenge Roth

Hier ein paar Bildern zu meinem Hauptwettkampf der Staffel bei der Challenge Roth 2012.

Noch fühle ich mich super bei Kilometer 0,5


Spaß am Solarer Berg: Antreiber für Gina Crawford

Spaß im Wettkampf - was gibt es Schöneres

Folgen Sie mir unfauffällig!

Prost! Bei der letzten Verpflegung am Solarer Berg
Kurz vor dem Ende der 2. Runde - immer noch gut drauf

Zieleinfahrt nach 5:22 Stunden - YES!!!