Montag, 31. Dezember 2012

Mein Sportjahr 2012

Das Jahr 2012 stand ganz im Zeichen des Aufbaus der Ausdauer hin zu einer Langdistanz, die ich in ein paar Jahren machen möchte. Der Fokus lag bei den Disziplinen Schwimmen und Radfahren, da in beiden Sportarten große Umfangssteigerungen gut verkraftbar sind, während das Laufen doch verletzungsanfälliger ist (siehe: http://www.dreisportler.de/2011/12/mein-sportjahr-2011-hohen-und-tiefen_20.html)

Daher waren meine beiden Hauptwettkämpfe das 4 km Schwimmen in München und die Langdistanz-Staffel bei der Challenge Roth als Radfahrer.

Hier noch ein kurzer Überblick über die Umfangs- und Zeitentwicklung der letzten Jahre:


SchwimmenRadLaufenRolleGesamtPro Woche
Jahr(km)(h)(km)(h)(km)(h)(km)(h)(h)(h)
2012214,284:276.378240:4838843:3734814:21383:137:21
2011122,556:002.818109:0875784:2832312:21261:675:02
201057,028:022.44591:4868770:5119810:34201:153:52

Kommen wir nun zu den einzelnen Disziplinen:

Schwimmen
Beim Schwimmen erfolgte das Training nach Plänen für eine Langdistanz mit 2 Einheiten pro Woche und Wochenumfängen zwischen 6 und 8 km. Einzelne Einheiten waren schon mal 5 km lang, sodass einem 3 km Einheiten nun richtig kurz vorkommen.
Ausstieg beim 4 km Schwimmen in München
Ende März stellte ich dann jedoch fest, dass ich Leistungen vom Januar nicht mehr erreichte. Irgendwie war die Luft raus, sodass ich eine zweiwöchige Schwimmpause einlegte.

Das 4 km Schwimmen in München verlief für recht ordentlich. Mit einer Zeit von unter 1:10h habe ich im Vorfeld gerechnet. Dass es dann doch zu einer Zeit unter 1:03h kam, hat mich dann doch sehr gefreut. Zumal ich im Ziel nicht wirklich fertig war. Danach war erst mal Schluss mit Schwimmen, bis auf vereinzelte Einheiten als Alternativtraining.

Wettkampfbericht Silvesterlauf Gersthofen 2012

Bei optimalen Bedingungen wollte ich heute zum Abschluss des Jahres wissen, ob mein Knie mich über fast 10 km tragen würde. Dies hatte ich mir im September nach dem erneuten Auftreten der Probleme im Knie zum Ziel gesetzt.

Daher startete ich bei einem der ältesten Silvesterläufe in Deutschland in Gersthofen bei Augsburg. Zum 46. Mal fand diese Veranstaltung heute statt.

Ich bin zwar in den letzten Wochen wieder etwas häufiger gelaufen, jedoch hätte ich im Vorfeld keine Prognosen über irgendwelche Zielzeiten abgeben können. Darin lag auch nicht mein Interesse. Ich wollte einfach mal wieder 10 km laufen und schauen, was mein Knie macht.

Optimale Bedingungen beim Gersthofer Silvesterlauf 2012

Dienstag, 18. Dezember 2012

Garmin Deutschland wird nicht mehr Hauptsponsor des Alpentriathlons

Laut einem Tweet von heute Vormittag wird Garmin Deutschland nicht mehr Hauptsponsor des Alpentriathlons sein.
Einen Termin dafür gibt es auch noch nicht.
Viele Grüsse
Matthias
Garmin Deutschland (@GarminD) hat um 9:51 AM on Di., Dez 18, 2012:
@oli_lang @matzem21 @Laufblog Einen Termin gibt es nocht nicht, allerdings werden wir nicht mehr Hauptsponsor #AlpenTriathlon sein (CP) getwittert. (https://twitter.com/GarminD/status/280958543849455616)

Sonntag, 16. Dezember 2012

Aktuelles Training im Dezember 2012

Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder mit einem aktuellen Trainingsstand. Beim Schwimmtraining kam ich relativ schnell wieder rein und auf ein für mich gutes Niveau. Dieses Jahr steht noch ein 1000m Test an, bei dem sich dann zeigen wird, wo ich wirklich stehe.

Mein Hauptaugenmerk liegt derzeit beim Laufen. Die Trainingshäufigkeit steigerte ich auf vier Einheiten die Woche. Meine Probleme im Knie habe ich zwar nicht nicht vollständig behoben, aber ich fühle, dass ich mit meiner selber verordneten Therapie bisher erfolgreich war. Jetzt muss ich dran bleiben und mit Kräftigungs- und Stabi-Übungen konsequent weiter machen.

Radfahren geht derzeit nur am Wochenende, wenn es die Zeit und das Wetter erlaubt.

Problematisch ist derzeit die Motivation auf der Rolle. Das hat bisher noch nicht wirklich funktioniert. Abends fehlt mir einfach die Lust, noch eine zweite Einheit an dem Tag zu machen. Hoffentlich schaffe ich in den Weihnachtsferien ein paar Stunden zu rollen.

Mit dem Krafttraining habe ich vor sechs Wochen begonnen. Anfangs gewöhnte ich mich an die Art der Belastung und steigerte die Gewichte recht langsam. Leider macht nun mein Studio zum Ende des Jahres zu, sodass ich mir eine neue Bleibe suchen muss.

Gestern konnte ich alle drei Sportarten an einem Tag trainieren. In der Früh ging es ins Schwimmbad zu einer 3,3 km Einheit und am Nachmittag noch zu einer MTB-Lauf Koppeleinheit. Nach den drei Stunden Sport war ich doch geliefert und ich fragte mich, wie ich im Frühjahr und Sommer viel länger Sport gemacht habe. Naja, ist ja erst die Vorsaison und noch etwas Zeit bis zum Frühjahr.

Sonntag, 25. November 2012

Neuer Aerolenker von Syntace - C6

Gestern auf der Triathlonnacht in Langen hat die Firma Syntace ihren neuen Aerolenker ausgestellt. Angelehnt an das bisherige Modell (C3) hat das neue Modell (C6) eine ähnlich geschwungene Form. Neu daran ist eine Vorrichtung zwischen den Extensions, welche vermutlich für die Aufnahme einer aerodynamischen Radflasche vorgesehen ist. Leider fällt dadurch der Platz weg, einen Tacho an die Extensions zu machen. Wie sicher die Radflasche zwischen den Extensions gehalten wird, dürfte für viele Triathleten ein wichtiges Kriterium sein. Zumindest gibt es nun die Möglichkeit, den Platz zwischen den Extensions sinnvoll zu nutzen. Mal sehen in welcher Preisregion sich das Modell bewegen wird und wann es auf dem Markt verfügbar sein wird. Auf der Homepage von Syntace gibt es noch keine Hinweise auf den C6.

Der neue Aerolenker von Syntace - C6
Preis-Update:
Auf Rückfrage bei Syntace wurde mir mitgeteilt, dass der Preis für den neuen Aero-Auflieger C6 448 Euro betragen wird. Ein deutlicher Preissprung im Vergleich zum C3, der nur 178 Euro kostet.

Anbei noch eine kleine tabellarische Übersicht über das Gewicht der Aero-Auflieger.

C3C6
Gewicht bei Größe S in g348289
Gewicht bei Größe M in g366338
Gewicht bei Größe L in g378396
Preis €178448

Sonntag, 18. November 2012

Wiedereinstieg ins Training

Aktuell befinde ich mich in der "Wiedereingliederungsphase" und kann sagen, dass es bisher recht gut aussieht. Ausgelegt ist die Trainingsplanung mal auf die Challenge Kraichgau am 09.06.13. Anschließend stehen zwar noch weitere Wettkämpfe an, bei denen ich mir aber noch nicht sicher bin, ob ich starten werde.

Das Schwimmtraining ist derzeit sehr techniklastig, wobei andererseits heute eine lange 4,6 km Einheit anstand. So lange Einheiten mögen zu einem so frühen Zeitpunkt in der Saison zwar unlogisch wirken, aber wann hat man schon einmal genügend Zeit für so lange Einheiten, wenn nicht in den Wintermonaten. Die heutige Einheit war neben der Länge auch wegen zeitweise bis zu 6 Brustschwimmer auf einer 25m-Bahn hart. GA1 Einheit mit Intervallen.
Leider ist das Becken im Olympiabad in München nicht immer so leer
Mein Rennrad ist schon seit einiger Zeit auf der Rolle eingespannt, sodass ich derzeit draußen mit dem MTB fahre. Das macht derzeit besonders wegen dem schönen Herbstwetter recht viel Spaß. Auch so manche Orte haben doch recht komische Namen.

Ist schon interessant, was so manche Leute sich alles für Tiere halten: zwei Emus auf einer Weide

Schöner Sonnenuntergang bei nur 4 Grad

Gibt es auch ein Vielmünchen oder geht es München so schlecht, dass nur noch so wenig davon übrig ist?
Beim Laufen habe ich ganz langsam wieder begonnen und mich hauptsächlich mit Lauf-ABC, Dehnen und Kräftigungs- und Stabi-Übungen beschäftigt, sodass ich bereits wieder 5 km am Stück laufen kann, ohne dass ich Schmerzen im Knie spüre. Das bestätigt mich in dem von mir eingeschlagenen Weg. Diese Woche versuchte ich mich mit einem ersten längeren Lauf über 7,5 km. Bis km 7 war alles in Ordnung, jedoch ganz zum Schluss spürte ich das Knie wieder etwas. D.h. dass noch nicht alles wieder im Lot ist, aber ich fühle mich auf dem richtigen Weg. Gestern war ich sogar 2x laufen und kam dabei auf über 8 km und das alles ohne Probleme.

Mit dem Krafttraining habe ich auch wieder begonnen und möchte dieses im Vergleich zur vergangenen Saison länger und konsequenter durchziehen, da ich den Eindruck hatte, dass es mir einiges gebracht hat.


Sonntag, 28. Oktober 2012

Vorgezogene, unfreiwillige Saisonpause

Eigentlich wollte ich im Herbst noch den Halbmarathon in München laufen. Den Startplatz dafür habe ich beim Team Erdinger Alkoholfrei gewonnen. Ambitionen auf eine neue Bestzeit habe ich mir gleich von Anfang an verboten, da es unsinnig gewesen wäre, mit den knapp 200 Laufkilometern bis Ende August eine neue Bestzeit zu versuchen.

Außerdem war ich durch meine Knie-Verletzung zum Halbmarathon 2011 schon vorsichtiger geworden, auch wenn ich keine Probleme mehr mit dem linken Knie hatte.

Die Vorbereitungen auf den Halbmarathon liefen soweit auch ganz gut an. Bis zu dem ersten längeren Lauf über 18 km. Seit dem HM in 2011 bin ich nur ein einziges Mal 10 km (Erdinger Stadttriathlon) gelaufen. Alle anderen (wenigen) Läufe waren maximal 8 bis 9 km lang. Also ein gewaltiger Sprung im Umfang, aber ich fühlte mich lauftechnisch wieder hergestellt. Dieses Gefühl sollte sich noch rächen. Nach diesem Lauf spürte ich die gleichen Symptome wie schon im Vorjahr, nur dass es diesmal das andere Bein war, das schmerzte.
Meine Diagnose: ITBS
Ich begann sofort mit den gleichen Maßnahmen, die ich damals beim Physio hatte und die Schmerzen gingen auch wieder weg. Zur Sicherheit lief ich dann nur noch kurze Läufe, jedoch spürte ich meist gegen deren Ende das Knie wieder.

Nachdem ich im vergangenen Jahr diese Probleme ignorierte, den Halbmarathon gelaufen bin und dafür bis Januar mit dem Lauftraining pausieren musste, wollte ich den gleichen Fehler nicht nochmal machen. Daher habe ich dann den Startplatz ans Team Erdinger zurückgegeben.

Somit ging ich frühzeitig in die Saisonpause, wobei ich parallel begonnen habe, mich verstärkt der Rumpfstabi, dem Lauf-ABC, Kräftigungsübungen und der Massage mit der Black Roll widme. Sollte mir dies nicht helfen, wieder in ein normales Lauftraining zurück zu kommen, so werde ich mich doch einer professionellen Laufanalyse unterziehen, denn dann wird es doch an meinem Laufstil liegen, dass ich hier immer wieder Probleme bekomme.

Samstag, 27. Oktober 2012

Die Rennrad-Saison ist vorbei - die Rollen-Saison steht bevor

Es sieht wohl so aus, als ob die Rennrad-Saison 2012 vorbei ist.
Dauerhafter Schneefall den ganzen Tag über ist es kein Wunder, dass der Schnee auch liegen bleibt.

Daher habe ich gleich mal die Rolle für das Winter-Training aufgebaut.














Jetzt freue ich mich auf einige virtuelle Video-Pässe, wenngleich es viel schöner ist, diese in Echt zu fahren.
Eine zweite Rolle steht einsatzbereit zur Verfügung. Wer also möchte, kann gerne für eine gemeinsame Einheit vorbeikommen.

Viele Grüße

Matthias



Sonntag, 16. September 2012

Teilnahme beim 150 Stunden Schwimmen

In der Woche vom 10.09. bis 16.09. veranstaltete die Schwimmabteilung des TSV Friedberg anlässlich des 150 jährigen Bestehen des Vereins ein 150 Stunden Schwimmen. Außerhalb der Öffnungszeiten wurde auf drei Bahnen, ansonsten auf zwei Bahnen geschwommen, sodass die Teilnehmer meistens recht gut verteilt schwimmen konnten. Ich hatte sogar mal eine Bahn ganz für mich alleine - es war ein Traum.

Ich wollte diese Möglichkeit einmal nutzen und habe daraus einen großen Schwimmblock gemacht. Ich kam auf 7 Schwimmeinheiten an 6 Tagen mit 33 geschwommenen Kilometern in 11:44 Stunden (inklusive Pausen). Meine bisher härteste Schwimmwoche umfasste knapp 10 km, womit ich deutlich darüber lag. Ich war überrascht, wie gut ich diese Belastung wegstecken konnte. Alleine 22 der 33 km schwamm ich in den letzten 3 Tagen. Meist schwamm ich 1000er Blöcke mit 100m-Zeiten zwischen 1:48 und 1:58, wobei ich auch einmal 3000 Meter am Stück geschwommen bin - als WarmUp, denn es folgten noch 4x1000 Meter.

Die Distanzen im Einzelnen:
TagDistanz
11.09.3,2 km
12.09.3,6 km
13.09.4,2 km
14.09.4,0 km Früh
5,0 km Abends
15.09.7,0 km
16.09.6,0 km

Vom Gefühl her schwamm ich nur im GA1- Bereich. Selbst wenn es mal etwas eng auf der Bahn wurde und im höheren Tempo überholt werden musste, kam ich nicht außer Atem, sondern konnte nach der Überholung wieder mein normales Tempo gut weiter schwimmen. Bisher verursachten solche Überholmanöver eine intensive Schnappatmung bei mir. 

Diese vielen Kilometer haben mir nun auch gezeigt, dass einen Neoverbot kein Weltuntergang mehr sein wird. Sicherlich werden die Zeiten weiterhin langsamer sein als mit Neo, aber ich würde definitiv nicht mehr völlig entkräftet aus dem Wasser steigen.

Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und es hat viel Spaß gemacht.Schön langsam könnte ich mir auch vorstellen bein einem 24-Stunden Schwimmen teilzunehmen.



Sonntag, 22. Juli 2012

Wettkampfbericht: Langdistanzschwimmen über 4 km

Die KW 25 stand ganz im Zeichen meines ersten Hauptwettkampfs in 2012, dem Langdistanzschwimmen über 4 km auf der Regattastrecke in Oberschleißheim bei München.

In der Woche zuvor wollte ich noch das Wasser auf der Regattastrecke testen, aber leider durften an dem Tag keine Schwimmer ins Wasser. So wich ich auf den Karlsfelder See aus und schwamm dort nochmal 2,2 Kilometer.

Am Freitag war ich noch über 5 1/2 Stunden auf dem Rad unterwegs. Nicht gerade optimal für einen Wettkampf am nächsten Vormittag, aber die Prio verlangte noch nach einigen Radkilometern.
Am Samstag Früh ging es nach Oberschleißheim. Das Wetter war sonnig und angenehm warm.

Im Vorfeld verabredete ich mich noch mit Frank (trackmyrun.de). Wir plauderten etwas über das Training und die nächsten Wettkämpfe. Beide hofften wir eine Zeit unter 1:10 Stunden schwimmen zu können. 

Eine Stunde vor dem Startschuss trank ich wieder den UltraSports Buffer, der mir schon beim Stadttriathlon in Erding gut geholfen hat. Den Neo zog ich relativ spät erst an, da ich nicht in der schwarzen Haut gekocht werden wollte. Leider verzögerte sich die Registrierung der Zeit-Chips kurz vor dem Start, sodass wir doch beim Warten in der Sonne innerhalb einiger Minuten halb durchgegart waren. Im Wasser kühlte sich der Körper dann aber doch wieder schnell ab. 

Mein Plan war, 33 Minuten auf die erste Hälfte der Strecke anzuschwimmen und dann schauen, was noch geht. Da bei der Hälfte der Strecke ein kurzer Landgang mit Zeitnahme ist, hatte ich wenigstens eine kurze Orientierung bezüglich der Zeit.

Der Start erfolgte im Wasser, was doch einige Vorteile gegenüber einem Landstart hat. Das Feld verteilt sich bereits vor dem Start über die gesamte Breite und das sonst übliche Gedränge bleibt aus. Ich fand recht schnell eine größere Lücke mit genügend Abstand zum Umfeld. Ich versuchte zwar kurzzeitig im Wasserschatten eines Teilnehmers zu schwimmen, aber dieser hatte einen extremen Beinschlag und dem entsprechend spritzte das Wasser. Daher suchte ich mir wieder etwas ruhigeres Wasser.
Mein angeschlagenes Tempo fühlte sich an, als dass ich es bis ins Ziel halten könnten. Nach 31:35 Minuten hatte ich die ersten 2 Kilometer absolviert und war somit deutlich unter Plan unterwegs. Zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich immer noch gut und locker.

(c) http://www.x2run.com: Kurzer Landgang bei 2 Kilometer
Die zweite Hälfte schwamm ich zuerst alleine, bis ich dann bei ca. Kilometer 2,8 überholt wurde. Ich hängte mich in den Wasserschatten und schwamm mit. Bei Kilometer 3,5 drückte der vor mit schwimmende Teilnehmer kurzzeitig auf das Tempo und ich versuchte mich noch dran zu hängen. Dies gelang mit nicht und aus dem bis dahin noch eleganten Schwimmstil (so vermute ich einfach mal) wurde ein Gekeule. Daher ließ ich den Schwimmer ziehen und versuchte meinen eigenen Stil wieder zu finden, was mir auch gelang.

Nach 1:02:55 Stunden stieg ich aus dem Wasser. Für die zweite Hälfte benötigte ich somit 31:20 Minuten und war damit um 15 Sekunden schneller als auf dem Hinweg.

(c) http://www.x2run.com: Das Ziel nach 4 Kilometer vor Augen

Mit diesem Ergebnis habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Platz 50 von 161 männlichen Teilnehmern kann sich für mich als ehemalige Bleiente sehen lassen.


(c) http://www.x2run.com


Insgesamt kam ich in der Woche auf knapp 11 Stunden Ausdauertraining (inklusive Wettkampf).
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
2,2 km im Neo
4,0 km im Wettkampf
Radfahren
(Build 1)
3
50 km in die Arbeit
108 km im Dachauer Hinterland
100 km auf dem Zeitfahrrad
Laufen
0

Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Dienstag, 17. Juli 2012

Training KW 24/2012 - Stadttriathlon Erding

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Stadttriathlons in Erding. Bereits 2010 war ich dort am Start. Damals konnte ich das Rennen aufgrund der nasskalten Witterung nicht wirklich genießen. Diesmal schien alles besser zu sein. Die Straßen waren trocken, die Temperaturen waren noch ok und ich fuhr erstmals mein Cervélo im Wettkampf.
Ich traf Michael Göhner beim Einrichten seines Rades in der Wechselzone und wir unterhielten uns kurz über die gemeinsame Zeit in Südtirol.

Eine Stunde vor dem Wettkampf trank ich den UltraSports Buffer. Zuvor hatte ich den Buffer schon mal im Training getestet und soweit für gut empfunden, dass ich es auch im Wettkampf wagen konnte.

10 Minuten vor dem Start ging ich kurz ins Wasser und schwamm mich etwas ein.
Kurz vor dem Start meiner Startgruppe bemerkte ich, dass ich den Brustgurt vergessen hatte anzuziehen. Das befreite mich von irgendwelchen Pulszwängen, wobei ich mich im Wettkampf sehr selten danach richte. Zu Beginn des Schwimmens gibt es das übliche Durcheinander einen Landstarts. Bis zur ersten von insgesamt sechs Bojen hat sich die Gruppe sortiert und es ging dann gut voran. Leider orientierte ich mich zu selten an der nächsten Boje, sodass ich keine optimale Linie schwamm und immer wieder korrigieren musste.  Bei meinem letzten Start in Erding schwamm die nachfolgende Startgruppe noch auf mich auf. Dies war dieses Mal nicht mehr der Fall und ich hoffte auf eine deutlich verbesserte Schwimmzeit. Mit 25:14 Minuten war ich um 2:13 Minuten schneller als vor zwei Jahren. Die vielen Schwimm-Kilometer haben sich scheinbar schon mal ausgezahlt.



Der Wechsel auf das Rad verlief auch recht flott und auf dem Rad nahm ich zügig das Tempo auf. Hier die Aufzeichnung der Radstrecke. Mit teilweise über 38 km/h ging es zunächst flach dahin. In den Anstiegen folgten die üblichen Positionsspiele. Ich fühlte mich gut und hatte bis zum Schluss noch einen guten Druck in den Beinen und hielt das Tempo. Mit einem 36er Schnitt kam ich nach 1:16:28 für die 46 Kilometer in der Wechselzone an. Damit haben sich auch die vielen Radkilometer bezahlt gemacht und auch das Setup auf dem Cervélo P2C scheint für die Kurzstrecke zu passen..

Jetzt war die spannende Frage, was mit meiner Laufleistung sein würde. Mit gerade mal 135 gelaufenen Kilometern in 2012 hatte ich kaum die notwendigen Laufbeine für eine schnelle Zeit. Die ersten Schritte aus der Wechselzone fühlten sich wie immer komisch an. Jedoch fand ich recht schnell ein Tempo und einen Rhythmus den ich vermutlich über 10 Kilometer halten konnte. Beim ersten Kilometer-Schild hatte ich eine 4:50 auf der Uhr stehen. Dieses Tempo überraschte mich dann doch. Das ist deutlich über dem Tempo was ich erwartet hatte. Mir war nicht klar, ob ich dieses Tempo durchstehen konnte, aber ich wollte es zumindest versuchen. Also behielt ich das Tempo bei und der zweite Kilometer ging in 4:45 dahin. Ich fühlte mich immer noch gut dabei. Unterwegs bekam ich diverse Unterstützung durch meine Familie, Meike Krebs und Thorsten Rebek. Diese Motivation nahm ich mit auf die nächsten Kilometer, welche ich in 4:42, 4:49 und 4:48 ab spulte. Ich war für meine Verhältnisse schnell unterwegs, eigentlich zu schnell und ich wartete auf den Zeitpunkt meines Einbruchs. Der kam auch bei Kilometer 6, wobei ich immer noch mit einem 5er Schnitt weiterlaufen konnte. Bei den letzten beiden Kilometer liefen dann mit 4:40 wieder besser. Mit einer Zeit von 48:18 Minuten über die 10 Kilometer erfüllte ich mir noch nebenbei eine neue Bestzeit über dieser Strecke.

Entspannter Einlauf ins Ziel



Nach diesem gelungenen Wettkampf schmeckte das Erdinger Alkoholfrei noch viel besser. Im Zielbereich traf ich Michael Göhner nochmal und gratulierte ihm zum erneuten Sieg in Erding.

Das gigantische Finisher-Buffet verdient abermals lobende Erwähnung. Besonders der Kirsch-Schoko-Kuchen und die Muffins waren spitze. Vielen Dank auch an die vielen Helfer und an die Organisatoren für einen wieder gelungenen Wettkampftag.

Der einzige Wermutstropfen entdeckte ich dann beim Abholen meines Rades in der Wechselzone in Form eines nicht mehr vorhandenen Ersatz-Schlauchreifens. Ich will nicht ausschließen, dass ich diesen beim Absteigen vom Rad aus dem Flaschenhalter gekickt habe, wobei dies meines Erachtens auf Grund der hohen Reibung zwischen Gummi und Metall fast nicht möglich sein kann.

Fazit:

  • Insgesamt brauchte ich 2:33:48 Stunden
  • Eine Verbesserung um über 9 Minuten im Vergleich zu 2010, obwohl die Rad-Strecke um 2 Kilometer länger war
  • Gleichmäßige Verbesserung in allen drei Disziplinen, trotz dem Ungleichgewicht im Training

Insgesamt kam ich in der Woche auf knapp 9 Stunden Ausdauertraining (inklusive Wettkampf).
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
1,6 km im Neo
1,5 km im Wettkampf
Radfahren
(Build 1)
3
54 km in die Arbeit
100 km in die Arbeit und zurück
46 km im Wettkampf
Laufen
1
10 km im Wettkampf
Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Sonntag, 15. Juli 2012

Training KW 23/2012 - Gardasee

Die Tage nach dem kleinen Trainingslager in Südtirol pausierte ich grundlegend, zumal ich mir eine kleine Erkältung zugezogen habe. Diese habe ich mir wohl beim Warten in der Kälte am Sella Joch zugezogen.
Zumindest bekam ich die Erkältung schnell in den Griff.

Ich verbrachte noch einige Tage in Costermano am Gardasee. Die Strecke über den Brenner kenne ich nun fast auswendig. Innerhalb von 11 Tagen bin ich nun vier Mal über den Brenner gefahren.

Dort schwamm ich im Pool mit Neo, während neben dran andere Gäste auf der Pool-Terrasse bereits frühstückten. Ich begnügte mich mit 200m einschwimmen, 5x100m Technik, 2x500m auf Zeit, 300 ausschwimmen, denn es sollte noch eine knackige Radeinheit auf mich warten.

Nach dem Frühstück wollte ich einen der härtesten Anstiege Italiens, den Passo del Telegrafo in Angriff nehmen. Hier die Aufzeichnung der gefahrenen Strecke.
Die ersten 30 km waren zum Warm-Up gedacht, wobei ich dabei bereits über 600 Höhenmeter mitnahm. In dem kleinen Dorf Magugnano begann dann der "Spaß". Zuerst ging es noch 2 km locker hoch und ich bekam einen schönen Ausblick auf den Gardasee. Dann kamen 500 Meter mit "nur" 11% Steigung.


Schöne Aussicht auf den Gardasee
Bald ist der Spaß vorbei und der Anstieg wartet
Doch dann war es plötzlich mit dem "Spaß" vorbei und die Arbeit fing an. Die Steigung der kaum befahrenen Straße stieg zunächst auf 13% und blieb dann für die nächsten 6 km konstant zwischen 15% und 17%. Auf den Bildern kommt die Steilheit der Straße leider nicht gut heraus, aber ich war sehr froh, vorne ein drittes Kettenblatt zu haben. So schleppte ich mich von Spitzkehre zu Spitzkehre und auch die Sonne tat ihr Bestes und grillte mich von außen. Bisher fuhr ich jeden Pass ohne Pausen durch, aber dies gelang mir bei dem Pass nicht. 

Steiler Anstieg auf den Passo del Telegrafo

Kein Ausruhen in den Spitzkehren
Die Kilometerschilder, wie weit es noch bis nach oben ist verraten die Steigung des nächsten Kilometers. Nicht gerade sehr motivierend.

Nur noch 6 km, aber dafür 17% auf dem nächsten Kilometer

Aber irgendwie schaffte ich es doch nach oben und bekam auf dem letzten Schild des Anstiegs das gesamte Ausmaß der Anstrengung gezeigt.

6 km mit meistens 17%

In der Beschreibung zu dem Pass auf quaeldich.de steht dazu:
"Warum man solche Straßen baut, ist schwer zu verstehen; warum man dann auch noch mit dem Rad hochfährt, vielleicht ein Fall für geschulte Psychologen."

So schlimm kann es aber dann auch wieder nicht gewesen sein, denn nach eine kurzen Abfahrt fuhr ich noch einen weiteren Anstieg mit 350 Höhenmetern noch. Diesmal war die Steigung moderater und angenehm zu fahren.
Die gesamte Tour hatte 67 km und 2080 Höhenmetern. Fahrzeit 3:50h.

Am nächsten Tag gönnte ich mir eine Pause bis zum Abend, bevor ich mal wieder die Laufschuhe schnürte. Raus kam ein flotter Lauf im welligen Gelände.

Den letzten Tag unseres Aufenthalts nutzte ich noch für eine harte Tempoeinheit auf dem Rad. Um 6 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Torbole, um rechtzeitig nach 90 km bis 9 Uhr zum Frühstück wieder zurück zu sein. Ich fuhr nüchtern los und hatte nur Wasser in den Radflaschen. Zuerst ging es von Costermano runter nach Garda und von dort an nur noch flach nach Torbole. Ich fuhr einen 34er Schnitt und kam nach 1:21h in Torbole an. Dort machte ich eine kurze Pause, bevor ich wieder zurück fuhr. Ich fuhr das gleiche Tempo wie auf der Hinfahrt und kam nach 1:13 wieder in Garda an. Nun stand noch der Anstieg nach Costermano an. Die 17% vom Passo del Telegrafo und der Lauf vom Vorabend machten sich nun bemerkbar und ich spürte erstmals die müden Beine. Im Flachen konnte ich noch einen guten Druck auf das Pedal bringen, aber im Anstieg fehlte mir die zusätzlich notwendige Kraft. Die Oberschenkel brannten und ich war froh, nach 2:50h das Hotel erreicht zu haben. 

Ziel erreicht: 34er Schnitt auf 90 km, nüchtern und nur mit Wasser gefahren - Fettverbrennung funktioniert.

Zur Belohnung genehmigte ich meinen Oberschenkeln eine eiskalte Dusche und ich hatte den Eindruck, dass dies half, keinen Muskelkater zu bekommen. Das Frühstück war dann die Belohnung für den Rest des Körpers und den Kopf.

Drei Tage danach fuhr ich erstmals mit meinem Wettkampf-Setup (Cervelo P2C, Aerohelm und WK-Kleidung) eine 120 km Runde mit heftigem Gegenwind auf dem Rückweg. Das neue Bike fühlte sich noch recht ungewohnt an, sodass ich nun verstärkt auf dem Zeitfahrrad sitzen sollte.

Viele Grüße

Matthias

Insgesamt kam ich in der Woche auf knapp 14 Stunden Ausdauertraining.
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
2 km im Neo
5 km mit 20x200 im Hauptteil
Radfahren
(Build 1)
3
67 km mit 2080 Höhenmetern - Passo del Telegrafo
90 km im WK-Tempo nach Torbole und zurück
120 km im Wettkampf-Setup
Laufen
1
8 km locker
Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Samstag, 14. Juli 2012

Training KW 22/2012 - Trainingstage in Südtirol

Über Pfingsten standen drei harte Trainingstage in Südtirol auf dem Programm. Dabei hatte ich die Gelegenheit mit Meike KrebsMichael Göhner (beide vom Team Erdinger Alkoholfrei) und weiteren starken Jungs (Kai1, Kai2, Martin) zu trainieren.

Ich fuhr am Pfingstsonntag mit weniger als vier Stunden Schlaf nach Südtirol. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für die anstehenden Trainingstage. Treffpunkt war das Freibad in Tramin, wo es zur meiner ersten Einheit 2012 im Neo gehen würde. Jeder von uns sechs Schwimmern hatte eine eigene Bahn für sich. Was für ein Luxus.
Mit dem Neo zu schwimmen war für mich zum ersten Mal sehr ungewohnt und anstrengend. Kein Gefühl von Lockerheit und keine Steigerung der Geschwindigkeit, so wie ich das früher erlebt hatte. Daher war ich froh, nach 3,7 km wieder aus dem Wasser steigen zu können.

Gigantische Kulisse beim Schwimmtraining
Dann ging es zügig ins Hotel Arndt und wir stärkten uns am köstlichen Frühstücksbuffet für die kommenden Aktivitäten.

Gegen 11:30 Uhr ging es dann mit Kai, Martin und 2 Locals auf eine kurze Runde von 85 km und 1000 Höhenmetern. Die ersten 40 km Richtung Lana waren vollständig flach, aber dafür wurde ein flottes Tempo gefahren. Danach sammelten wir die Höhenmeter ein. Nach 3:21h kamen wir wieder im Hotel an.
Anschließend wäre noch Stabitraining gewesen, aber der wenige Schlaf in der Nacht zuvor machte sich jetzt stark bemerkbar, sodass ich diese Einheit "verschlief".

Für den nächsten Tag stand eine Monstereinheit auf dem Programm. 200 km mit 4000 Höhenmetern. Von Tramin aus nach Canazei, dann die Sella Ronda und wieder zurück nach Tramin. Da ich das Tempo der Gruppe nicht einschätzen konnte und selber eine solche große Einheit noch nie absolviert hatte, verkürzte ich meine Strecke und ich stieß erst in Canazei zu der Gruppe dazu. Somit waren es für mich ca. 130 km und 2300 Höhenmeter.

Die Sella Ronda kannte ich schon teilweise vom vergangenen Jahr und freute mich auf die schöne Strecke.
Die Wettervorhersage war jedoch alles andere als schön. Über Nacht regnete es und für die Dolomiten waren nur 5 Grad vorhergesagt. Daher begleitete uns Meikes' Freund Sebastian mit dem Auto und wärmender Kleidung für die Abfahrten. Dies war auch wirklich notwendig.

Kurz nach 8 Uhr startete die Gruppe. Michael Göhner startete kurz vor 9 Uhr und nahm die Verfolgung der Gruppe auf. Sebastian und ich hatten noch etwas Zeit, bevor auch wir mit dem Auto nach Canazei fuhren. Im Tal schien die Sonne und es war angenehm warm. Auf der Fahrt nach Canazei kamen immer mehr Wolken auf und die Temperatur ging rasant nach unten.
In Canazei war dann keine Sonne mehr zu sehen und es hatte gerade mal noch 12 Grad. Ich startete mit der Auffahrt zum Sella Joch und die Gruppe war ca. 10 Minuten hinter mir. Ich kam gut in Tritt, obwohl es ohne Einrollen sofort in den Anstieg ging. Bis zur Abzweigung zum Pordoi benötigte ich für die 350 Höhenmeter 25 Minuten. Die restlichen 430 Höhenmeter schaffte ich in 30 Minuten. Oben wartete Sebastian schon mit den warmen Klamotten. Diese waren auch dringend notwendig, denn es hatte nur noch 5 Grad und es lag frisch gefallener Schnee auf den Wiesen.
Bis die Gruppe ankam, sich umgezogen und verpflegt hat, vergingen noch 30 Minuten. In der Zeit bewegte ich mich kaum und war entsprechend durchfroren als wir die Abfahrt zum Grödner Joch antraten.

Schnee am Sella Joch
Bei der Abfahrt zum Grödner Joch begann es leicht zu regnen, jedoch hörte es bald wieder auf und es wurde mit jedem Meter wieder etwas wärmer. In der Abzweigung zum Grödner Joch verstauten wir unsere wärmende Kleidung im Auto und starteten in den kurzen Anstieg (nur 20 Minuten) zum Grödner Joch. Oben wurden wir von Schneeregen begrüßt. Gleichzeitig hatte uns Michael Göhner eingeholt. Er entschied sich jedoch für keine Pause und wärmende Kleidung sondern fuhr gleich weiter Richtung Corvara. Wir hielten uns aufgrund des schlechten Wetters auch nicht lange am Grödner Joch auf und genossen dann die lange Abfahrt nach Corvara.

Ankunft am Grödner Joch kurz vor der Schneeregen eintrat
Dort zeigte sich sogar wieder mal kurz die Sonne bevor wir den Passo di Campolongo angingen. Auch dieser Anstieg ist nicht sonderlich schwer. Nach 26 Minuten hatten wir die 350 Höhenmeter geschafft und wir fuhren gleich weiter nach Arabba. Dort stärkten wir uns nochmal, bevor wir die 640 Höhenmeter auf den Passo di Pordoi angehen würden. Ich fühlte mich noch frisch und fuhr mein Tempo den Pass hoch. Nach 46 Minuten war ich oben. Dann wieder das gleiche Spiel. Warme Kleidung anziehen, eine Kleinigkeit essen und die Abfahrt genießen. Wir trafen uns dann alle wieder in Canazei, wo meine Runde begann. Die Fahrzeit betrug 3:15h. Wir füllten ein letztes Mal unsere Radflaschen auf und nahmen uns noch etwas Verpflegung für die Rückfahrt nach Tramin mit.

Nach der Sella Ronda tat die warme Sonne gut
Von links: Martin Januosek, ich, Kai Schmid, Meike Krebs, Kai Gilbert

Nach etwas über 5 Stunden (für mich) kamen wir zum Hotel zurück, wo uns Michael Göhner mit geschnürten Laufschuhen begrüßte. Er fuhr auf seiner Rückfahrt noch einen weiteren Pass und über Bozen und hatte somit 225 km und 4500 Höhenmeter absolviert, bevor er noch einen 8 km Lauf zum Abschluss lief. Der Hammer.

Am letzten Tag stand nochmal eine Schwimmeinheit auf dem Programm. Wieder schwammen wir im Neo und diesmal fühlte es sich besser an als noch vor zwei Tagen. Für das anstehende Langdistanz-Schwimmen bedeutet dies, dass ich noch einige Male mit Neo schwimmen sollte.

Die Radausfahrt stand ganz im Zeichen von Intervallen (3 am Berg - uff - und 2 im flachen Gelände). Für die 3 Intervalle am Berg sollte der Mendelpass herhalten. Michael Göhner startete zusammen mit uns, fuhr aber später eine andere Strecke.

Michael Göhner und Meike Krebs im Gespräch
Am Fuße des Mendelpasses trafen wir Swen Sundberg vom Triathlon Team Abu Dhabi, der einige K3 Einheiten dort trainieren wollte und den Pass gleich zweimal hintereinander fuhr. Für uns ging es zuerst mal locker den Pass hinauf bis Swen uns überholte und Meike sich dran hängte. Das war der Startschuss für das erste Intervall. Ich fühlte mich noch frisch und konnte gut mithalten. Nach zwei Minuten war das Intervall vorbei und wir kurbelten locker weiter. Das zweite Intervall war, wie hätte es auch anders sein können, deutlich anstrengender, aber ich schaffte es noch mit zu halten. Ich merkte jedoch, dass mein Puls nicht mehr wirklich nach oben gehen wollte. Ich vermutete, dass sich die vielen Trainingsstunden der Vortage nun bemerkbar machten. Das dritte Intervall ging ich zu Beginn noch mit, musste aber nach kurzer Zeit abreißen lassen. Der Puls ging nicht mehr hoch und die Kraft in den Beinen war weg. Ich kurbelte locker weiter und machte noch einige Fotos. Oben angekommen gab es eine kühle Cola und wir fuhren zügig weiter nach Cles am Lago di Santa Giustina. Dort stärkten wir uns mit Eiskaffee. Die Weiterfahrt gestaltete sich recht einfach. Meistens ging es bergab. Bei Kilometer 80 absolvierten wir noch die beiden Intervalle im Flachen. Ich war erstaunt, dass ich wieder genügend Kraft in den Beinen hatte und gut mithalten konnte. Zumal ich nur mit dem Rennrad unterwegs war während Meike und Kai mit ihren Wettkampf-Setup fuhren. Nach knapp 4 Stunden Fahrzeit kamen wir zurück ins Hotel und ich schnürte noch meine Laufschuhe für einen kurzen Koppellauf. Bei Meike und Kai standen noch Lauf-Intervalle auf dem Programm, aber deren Lauftempo konnte ich beim besten Willen nicht mitgehen. Außerdem musste ich noch 4 Stunden heimfahren, sodass ich mich mit dem direkten Koppellauf begnügte.

Lago di Santa Giustina
Lago di Santa Giustina
Es war mein erstes zwar kurzes Trainingslager, aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht, sich mal nur auf den Sport konzentrieren zu können. Das Training mit deutlich fitteren und schnelleren Leuten brachte mich an eine neue Grenze, die ich vielleicht durchstoßen habe. Die Gegend um Tramin in Südtirol eignet sich hervorragend. Lang und flach ist ebenso möglich wie auch die Sammlung von vielen Höhenmetern.

Viele Grüße

Matthias

Insgesamt kam ich in der Woche auf gut 15 Stunden Ausdauertraining.
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
2
3,7 km und 3,6 km im Neo
Radfahren
(Build 1)
4
85 km mit 1090 Höhenmetern - Tramin - Lana - Tramin
132 km mit 2270 Höhenmetern - Sella Ronda
102 km mit 1600 Höhenmetern - Intervalle am Berg - Aua
96 km in möglichem WK-Tempo
Laufen
1
2,5 km kurzer Koppellauf
Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Freitag, 13. Juli 2012

Training KW 21/2012 - Bike-Fitting

Nach dem Amadé Radmarathon nahm ich mir ein paar Tage vom Training frei und regenerierte mich.
Sitzposition kann noch optimiert werden

Ich nutzte die trainingsfreie Zeit für einen Abstecher nach Hilpoltstein, um mich dort vom Bike-Biomechanik-Guru Fritz Buchstaller auf mein Cervélo einzustellen. Ich nutzte die Anfahrt ins fränkische Hilpoltstein, um mich zuvor noch vom Osteopathen Reiner Wittmann durchchecken zu lassen. Er fand keine zu reparierenden Schwachstellen, wodurch ich schon mal sehr erleichtert war.

Meine Problematik mit dem linken Knie sprach ich auch an. Er untersuchte mich darauf hin und bestätigte mir, dass mein IT-Band mit der Oberschenkelmuskulatur verklebt sei. Ursache ist meist eine Überlastung. Behoben werden kann dies durch regelmäßige Nutzung der Blackroll und Dehnung der betroffenen Muskulatur. Da werde ich mich nun wohl doch daran halten müssen und dies regelmäßig machen.

Danach ging es weiter zur Radeinstellung. Da ich bereits im vergangenen Jahr neue Einlegesohlen für die Radschuhe durch Fritz bekam und ich nur Stunden zuvor noch osteopathisch untersucht wurde, ging es für mich gleich auf das Rad. Es musste nicht viel geändert werden: Sattel nach hinten und höher, kürzerer Vorbau. Jedoch fühlte es sich im Vergleich zum Rennrad ungewohnt an. Vermutlich kommt es durch die längere Kurbel zu einen anderen Sitzposition, an die ich mich noch gewöhnen muss. Jedenfalls war ich nach relativ kurzer Zeit eingestellt und fertig. 
(c) LAZER Sport




Ich kaufte mir noch die "Aero-Mütze" Tardiz der Firma Lazer, um in den Wettkämpfen noch etwas mehr Zeit einsparen zu können. Einen ausführlicheren Testbericht schreibe ich noch.



Viele Grüße

Matthias

Insgesamt kam ich in der Woche auf gut 3 1/2 Stunden Ausdauertraining.
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
0

Radfahren
(Build 1)
1
100 km in die Arbeit und zurück - ganz locker
Laufen
0

Rolle
0

Athletik/Kraft
0

Montag, 9. Juli 2012

Hauptwettkampf: Staffelradfahrer bei der Challenge Roth

Hier ein paar Bildern zu meinem Hauptwettkampf der Staffel bei der Challenge Roth 2012.

Noch fühle ich mich super bei Kilometer 0,5


Spaß am Solarer Berg: Antreiber für Gina Crawford

Spaß im Wettkampf - was gibt es Schöneres

Folgen Sie mir unfauffällig!

Prost! Bei der letzten Verpflegung am Solarer Berg
Kurz vor dem Ende der 2. Runde - immer noch gut drauf

Zieleinfahrt nach 5:22 Stunden - YES!!!

Sonntag, 24. Juni 2012

Training KW 20/2012 - Amadé Radmarathon

Nach einer gefühlten Ewigkeit, schaffe ich es mal wieder, einen Beitrag zu schreiben. Es war in den letzten Wochen sehr viel los und daher gibt es nun einiges aufzuarbeiten.

Die KW 20 stand ganz im Zeichen der Regeneration. Am Montag fuhr ich noch mit dem Rad in die Arbeit und wieder heim. Das war es dann aber auch für den Rest der Woche.

Dafür habe ich mein Rad mal wieder geputzt und in Ermangelung eines Montageständers, die Schaukel meiner Kinder zweckentfremdet. Die gründliche Reinigung (4 Stunden) war dringend notwendig geworden, da die Ritzel und Umlenkrollen schon stark verdreckt waren. Ich war froh, dass nach dem vollständigen Zerlegen des Ritzelpaketes wieder alles zusammen gepasst hat und nichts übrig blieb. :-)


Am Freitag Nachmittag ging es dann nach Radstadt in Österreich, wo ich am Sonntag an meinem ersten Radmarathon teilnehmen würde. Am Samstag Vormittag fuhr ich den ersten Teil und den Schluss der Strecke mit dem Auto ab, um ein gewisses Gefühl für die Strecke zu bekommen. Somit konnte ich mich schon gleich mal auf die anstehenden 2500 Höhenmeter einstellen, da die meisten Höhenmeter bereits gleich zu Beginn der Strecke anfielen. Auch war ich froh, die schöne Landschaft mit dem Auto schon genossen zu haben, denn am Sonntag beim Wettkampf war daran nicht mehr zu denken.

Kurz vor dem Start
Der Start war am Sonntag um 7:30 Uhr. Gegen 7:15 Uhr verließ ich unser Hotel und rollte gemütlich zum Start. Gleich zu Beginn an wurde mächtig Tempo gemacht, wobei es nach wenigen Kilometern bereits in den ersten Anstieg ging und das Tempo langsamer wurde. Es folgten noch zwei weitere Anstiege und bei Kilometer 35 in Ramsau waren die ersten 1500 Höhenmeter eingefahren. Dort war auch die erste von drei Verpflegungsstationen. Hier formierten sich die ersten Windschatten-Züge und es wurde ordentlich Dampf gemacht. In einer Abfahrt verlor ich eine meiner beiden Radflaschen. Diese war zwar schon fast leer, jedoch ist es nicht einfach, bei noch 100 verbleibenden Kilometern und nur noch zwei weiteren Verpflegungsstationen durch zu kommen.

Kurz nach der 2. Verpflegungsstelle bei Kilometer 90 kam es auf Grund eines Unfalls zu einer Vollsperrung der Straße. Nach ca. 30 Minuten Wartezeit, erzählten uns die zuständigen Rettungskräfte, dass das Rennen abgebrochen sei und dass wir uns auf den Weg zurück zum Start machen sollen. Das war natürlich eine große Enttäuschung für uns, aber nach der langen Wartezeit war die Motivation weiter zu fahren auch nicht mehr so groß. Also drehten wir um. Ich bog nochmal in die 2. Verpflegungsstation ein und genehmigte mir eine belegte Semmel. Da es bis zum Start zurück nur ca. 35 Kilometer waren, füllte ich meine noch halb gefüllte Radflasche nicht mehr auf.

Zurück zum Start?
Auf dem Weg zurück zum Start wurden wir von einem Renn-Organisator aufgehalten, der meinte, dass das Rennen nur unterbrochen sei und dass wir über eine Umleitung weiterfahren konnten. Wie lange diese Umleitung sein würde, konnte er uns leider nicht sagen.Einige aus unserer Gruppe machten sich trotzdem auf dem Weg direkt zurück zum Ziel. Andere fuhren das Rennen über die Umleitung weiter. Nach ein paar Sekunden des Nachdenkens, entschied auch ich mich dazu, das Rennen noch zu Ende zu fahren. Nun musste ich also versuchen, die bereits mit einigem Abstand fahrenden Teilnehmer einzuholen, um in einer Gruppe fahren zu können. Dies gelang mir relativ schnell und so ging es dann weiter mit dem Windschatten-Express, wenn auch in einer anderen Besetzung.

Die in der Zwischenzeit stark gestiegenen Temperaturen verlangten nun nach gehörigem Nachschub an Flüssigkeit und das bereitete mir mit nur einer halb gefüllten Radflasche ein gehöriges Problem. Bis zur nächsten und auch letzten Verpflegungsstelle waren es noch fast 60 Kilometer. Eigentlich viel zu weit für nur eine halbe Radflasche, aber mir blieb nichts anderes übrig, als es einfach zu versuchen. Selbst wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, die Flasche mit Wasser aufzufüllen, so wäre meine Gruppe weg gewesen und ich war mir nicht sicher, ob es hinter uns noch eine weitere Gruppe gegeben hätte. Also, Augen und Mund zu und durch.
Ich fühlte mich soweit auch noch ganz gut. Die Kraft in den Beinen war noch vorhanden, Energiegels hatte ich auch genügend dabei und ein Biestmilch Booster sorgte für den notwendigen Koffein-Kick. Vorsorglich nahm ich auch eines der High5-Gels, um nicht einen Hungerast zu erleiden. Das Gel hat im Vergleich zu den PowerBar Gels eine viel flüssigere Konsistenz, sodass ich nur zwei kleine Schlücke aus der Radflasche benötigte.

Wann kommt endlich die Verpflegungsstation?
Die fast 60 Kilometer bis zur letzten Verpflegungsstation zogen sich extrem lang hin. Ich dachte, dass die letzte Verpflegung in Bischofshofen sei und so trank ich meine Radflasche kurz vor Bischofshofen leer. Jedoch täuschte ich mich und es dauerte noch weitere 11 Kilometer bis nach St. Johann, ehe ich wieder etwas zu trinken bekam. Am liebsten hätte ich dort ein Eisbad genommen, um mich runter zu kühlen. In Ermangelung dessen, schüttete ich mir einfach einige Becher Wasser über den Kopf. Ich trank noch einige Becher Cola und füllte meine Radflasche nochmal voll auf, bevor es in den letzten Anstieg nach Wagrain ging. Unsere Gruppe, welche bis zur Verpflegung gut harmonierte wurde durch diesen Stopp zwar gesprengt, aber dies hätte auf dem abschließenden Anstieg sowieso nicht mehr viel geholfen. Ich schaffe es zwar noch, mich an einen aus der früheren Gruppe dran zu hängen, jedoch verließen mich schon nach einem Kilometer die Kräfte in den Beinen und ich musste ihn ziehen lassen. Ich fuhr dann alleine weiter, überholte zwar noch einige Teilnehmer, war aber insgesamt recht platt. Nach diesem letzten Anstieg gesellte sich an der Wagrainer Höhe noch ein Teilnehmer zu mir. Er zog an mir vorbei und ich schaffe es, mich in seinem Windschatten dran zu heften. Wir wechselten uns ab und zu in der Führungsarbeit ab und konnten so nochmal ein recht flottes Tempo erreichen. In der letzten Ortschaft vor dem Ziel ereilte mich jedoch ein Krampf im rechten hinteren Oberschenkel. Ich musste das Tempo drosseln und meinen Mitstreiter ziehen lassen. Zwar lies der Krampf recht schnell wieder nach, aber es war keiner mehr da, mit dem ich zusammen die letzten Meter hätte fahren können.

Mit einer reinen Fahrzeit von 6:12 Stunden für 177 km und 2500 Höhenmetern kam ich dann wieder in Radstadt an. Ich schaffte es sogar noch rechtzeitig zur angebotenen Massage und freute mich danach noch über die verbliebene Zielverpflegung. Insgesamt ein schöner Radmarathon und gut organisiert. Jedoch würde ein oder zwei mehr Verpflegungsstellen nicht schaden.

Strecke des Amadé Radmarathon (166 km)
Höhenprofil des Amadé Radmarathon

Grandiose Aussicht auf das Dachsteinmassiv

Letzte Verpflegungsstation vor dem letzten Anstieg

Die letzten Höhenmeter

Endlich im Ziel
Reinigung des Rades mittels Schaukel als Radhalter

Viele Grüße

Matthias

Insgesamt kam ich auf knapp 10 Stunden Ausdauertraining.
Sport
Einheiten
Beschreibung
Schwimmen
(Build 2)
0

Radfahren
(Build 1)
2
100 km in die Arbeit und zurück
177 km beim Amadé Radmarathon (wegen Unfall mussten wir einen Umweg fahren)
Laufen
0

Rolle
0

Athletik/Kraft
0