Montag, 12. Dezember 2011

Mein Sportjahr 2011 - Höhen und Tiefen (Teil 1)

Wie immer um diese Jahreszeit lässt man das vergangene Jahr etwas Revue passieren. Daher lasse auch ich mein Sportjahr in Gedanken an mir vorbei ziehen.


Erste Fahrt mit dem Rennrad draußen Mitte Januar - geht schon gut los

Da ich nicht der harte Rennradler im Winter bin, nutzte ich die erste Gelegenheit bereits Mitte Januar, um an einem Sonntag Nachmittag bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein die erste Runde draußen zu fahren. Es war ein tolles Gefühl, schon so früh die ersten Kilometer zu sammeln.


Professionelle Sitzposition durch Fritz Buchstaller

Zu Weihnachten habe ich mir eine professionelle Sitzpositionsanalyse bei Fritz Buchstaller gewünscht und auch bekommen. Einen Termin beim Fritz zu bekommen ist nicht gerade einfach und so musste ich einen Urlaubstag dafür opfern, aber das war es wert. Über zwei Stunden hat mich Fritz getestet, massiert und geknetet, mein Rad fast komplett auseinander genommen und wieder neu zusammengebaut, bis ich gut auf dem Rad saß. Die Sattel- und Fußdruck-Messung sah zu Beginn wirklich übel aus und es war ein Wunder, dass ich überhaupt fahren konnte, ohne vom Rad zu fallen (so schief saß ich drauf). Aber mit jedem Millimeter kamen wir einer gleichmäßigen Druckverteilung näher. Letzten Endes war zwar ein anderer Sattel und ein kürzerer Vorbau notwendig, aber ein nicht passendes Sportgerät birgt die Gefahr von dauerhafter Fehlbelastung, welcher letztendlich der Gesundheit schadet und diese nicht fördert. Daher habe ich das zusätzliche Geld gerne investiert.
Nach nun einer gefahrenen Saison kann ich sagen, dass ich dieses Jahr keine Rückenprobleme auf dem Rad hatte. Ich denke, dass dies ausschließlich durch die verbesserte Sitzposition zustande kam.


Monte Baldo

Vor Ostern verbrachte ich ein paar Tage am Gardasee. Ich hatte zwar mein Rennrad nicht dabei, aber ich fand einen Rad-Verleih in Garda und so kurbelte ich von Garda hoch bis zum Monte Baldo. Unterwegs fuhr ich an einigen großen Schneewänden und 19% Steigungen vorbei. Insgesamt waren es 41 km und 2000 Höhenmeter in knapp unter 3 Stunden. Hier die GPS-Aufzeichnung der Auffahrt. In der Gaststätte am Gipfel hab ich mich dann erst einmal gut gestärkt und auch wieder aufgewärmt. Gestärkt fuhr in dann eine andere Strecke zurück nach Garda. GPS-Aufzeichnung der Abfahrt.






2 km Outdoor-Schwimmen im April mit Neo im 25 Meter Becken

Während des Aufenthalts am Gardasee wollte ich wissen, wie sich 2 km Schwimmen am Stück anfühlt. Deshalb sprang ich mit dem Neo in den wirklich kalten Outdoor-Pool des Hotels und schwamm 80 Bahnen zu je 25 Meter. Ich benötigte etwas über 35 Minuten und hatte somit die Bestätigung, dass ich die Distanz am Stück drauf habe und dass ich die gleiche Geschwindigkeit wie schon bei früheren Wettkämpfen über die Olympische Distanz auch über die 2 km halten konnte.








Testfahrt auf der Radstrecke in Erlangen

An Ostern konnte ich die Radstrecke des Erlangen Triathlon mir genauer ansehen. Dies ist für mich immer sehr hilfreich, die Strecke vorher schon mal gefahren zu sein. So weiß man, was auf einen zukommt und kann entsprechend reagieren. Dies sollte sich noch als sehr hilfreich erweisen. Mehr dazu dann im 2. Teil der Jahreszusammenfassung.
Ich fuhr die Strecke zwei Mal ab und setzte anschließend noch einen Koppellauf mit 11 km drauf. Zwar konnte ich die Laufstrecke nicht wirklich ausfindig machen, jedoch den harten Anstieg über den Membacher Steg konnte ich schon damals "genießen".


Sella Ronda - Sechs Pässe in zwei Tagen

Mit 2 Kollegen fuhr ich an zwei wunderschönen Tagen Anfang Mai nach Südtirol. Da konnte ich schon recht früh gute Kilometer sammeln und es hat sehr viel Spaß gemacht. Genannt haben wir es die "Sella Ronda 8", weil wir eine liegende 8 gefahren sind.

Beschreibung der Routen und Höhenprofil
Alle Bilder von der Tour


MRRC Stadttriathlon München


Der MRRC Stadttriathlon in München ist 2009 mein erster Wettkampf der Saison. Die für mich kurze Anfahrt, die vielen Teilnehmer und der kurze aber harte Wettkampf machen dies zu einem idealen Start in die Wettkampf-Saison.

Leider durfte/musste ich erst als einer der letzten ins Wasser und wurde noch von einigen besseren Schwimmern überholt, sodass ich gerade noch als vorletzter aus der Wechselzone kam und gleich darauf von Philipp Peter (Starter in der 1. Bundesliga) überholt wurde. Somit litt ich die meiste Zeit auf der Radstrecke an Verfolgungswahn durch den Besenwagen. Von Runde zu Runde wurde es einsamer auf der Radstrecke. Kein wirklich schönes Gefühl. Ich überholte zwar ständig andere Fahrer, jedoch wusste ich zu keiner Zeit, ob ich dadurch irgendwelche Plätze vorwärts kam. War ja auch egal. Der Wechsel zum Laufen funktionierte nicht sonderlich gut und ich habe dort einiges an Zeit liegen gelassen. Der Lauf an sich war für meine Verhältnisse dann wieder soweit in Ordnung.

Insgesamt konnte ich im Vergleich zum Vorjahr mich um eine Minute verbessern. Ich war zufrieden.

Am Besten jedoch haben mir die vielen Bilder meines Kollegen Karsten Pawlik gefallen. Diese sind echt super geworden. Vielen Dank dafür.
Alle Bilder vom MRRC Stadttriathlon
Weitere Fotos von Karsten vom MRRC Stadttriathlon


Stadtlauf Augsburg - Halbmarathon mit Muskelfaserriß

Die Vorbereitung auf den Halbmarathon war nicht optimal, sodass ich mit keiner großen Erwartung ins Rennen gegangen bin und den Lauf als einen Tempo-Dauerlauf angesehen habe. Trotzdem sollte es schon eine Zeit unter zwei Stunden werden. Entsprechend locker ließ ich es anlaufen. Bei Kilometer 8 fuhr es mir jedoch gewaltig in die rechte Wade und die Schmerzen waren zu Beginn schon recht heftig. Kurzzeitig hab ich an Aufgabe gedacht, jedoch wäre der Weg zurück zum Start/Ziel extrem weit gewesen. Daher bin ich trotz der Schmerzen weiter gelaufen. Das Tempo konnte ich überraschenderweise weiterhin aufrecht erhalten. Im weiteren Verlauf wurden die Schmerzen sogar etwas weniger, sodass ich noch bis ins Ziel gelaufen bin. Letztendlich lief ich mit 1:54:19 die gleiche Zeit wie im vergangen Oktober beim Halbmarathon in München.
Humpelnden Schrittes ging es danach zum Auto zurück. Die Diagnose beim Doc: Muskelfaserriss. 3 Wochen Sport-Pause!


3 Wochen Pause - daher kein Start in Erding und beim Apen-Triathlon

Durch den mir beim Stadtlauf Augsburg zugezogenen Muskelfaserriss konnte ich dann leider nicht beim Stadt-Triathlon Erding an den Start gehen und den Alpen-Triathlon habe ich wegen einer Hochzeitsfeier auch ausgelassen. Da der Stadt-Triathlon noch nicht ausgebucht war, kam der Veranstalter mir entgegen und hat meine Anmeldung kostenlos storniert. An dieser Stelle nochmal meinen herzlichen Dank den Veranstalter. Die Anmeldung für den Alpen-Triathlon konnte ich auf nächstes Jahr verschieben. Auch hier nochmal vielen Dank an die Veranstalter.

Im nächsten Teil meines Jahresrückblicks berichte ich dann von der 2. Jahreshälfte mit meinem Haupt-Wettkampf  und einem gewonnenen Startplatz beim größten Jedermann-Triathlon der Welt.

Stay tuned...