Dienstag, 28. September 2010

Rennbericht 3MUC Triathlon (Olympische Distanz)

Schon wieder hatte ich einen Wettkampf bei brütender Hitze mit 30 Grad. Schon beim Rad-Check-In hat die Sonne so erbärmlich gebrannt, dass ich schon mit dem Schlimmsten gerechnet habe.
Das Wasser auf der Regattastrecke war super klar und angenehm kühl. Auf großes Einschwimmen habe ich verzichtet. Der Start erfolgte direkt im Wasser, wodurch jeder genügend Platz hatte, um ohne Prügel starten zu können. Entsprechend ruhig war dann auch der Start und so konnte ich sehr schnell einen guten Rhythmus gefunden habe. Die Zeit bis zur ersten Boje kam mir zwar dann doch etwas lang vor, aber eine so lange gerade Strecke hatte ich noch nie in einem Wettkampf. Auch um die Bojen war es nicht sehr eng, sodaß ich kaum einen Schlag abbekommen habe. Im Schwimmen habe ich mit mit 26:28 einen neue Bestzeit hingelegt.

Mein erster Wechsel hätte noch schneller sein können, wenn ich den Bendel vom Neo zum Greifen bekommen hätte, aber mit 1:30 war's dann doch aufgrund der kurzen Wege noch schnell genug.

Beim Reinschlupfen in die Radschuhe merkte ich, dass ich diese verkehrt auf die Pedale montiert hatte. So mußte ich fahrender Weise die Schuhe ausklinken und auf der anderen Seite wieder einklinken. Ich hab dabei ganz schön gewackelt, aber nach ein paar hundert Metern war's dann doch geschafft und ich konnte mich dann voll auf die Strecke konzentrieren. Dies war auch nötig, denn es waren immer wieder Schlaglöcher und größere Unebenheiten in der Strecke.

Aufgrund der flachen Strecke mußte permanent Druck gemacht werden und die kurzen Pausen an den Kopfenden der Strecke waren nicht gerade lang. So war mein Puls immer recht weit oben. Das Zählen der 8 Runden war auch nicht ganz so einfach. Das lag vermutlich am fehlenden Blut im Hirn. Ich war mir zwar sicher, dass ich 8 Runden gefahren bin, aber mein Tacho hat letztendlich nicht mal 36 km angezeigt. Gut, ich habe erst etwas später eingeschaltet und dann später gesehen, dass es ein paar Aussetzer im GPS gab. Jedenfalls waren es 8 Runden. In der letzten Runde habe ich noch einen gefragt und der hatte bereits 35 km auf dem Tacho, während ich gerade mal bei 31 war. Das hat mich dann doch noch etwas verunsichert. Aber trotzdem bin ich dann direkt in T2 eingefahren. Dort hat's kurz vorher noch einen hingelegt und der lag noch mitten im Weg. So mußte ich früher bremsen.

Beim Verlassen von T2 hab ich ganz vergessen auf meine Uhr zu drücken, um die Zwischenzeit zu nehmen. Scheinbar war ich da schon durch den Wind. Meine Geschwindigkeitsanzeige hat auch nicht funktioniert, sodass ich nicht wußte, wie schnell - äh langsam ich unterwegs war. Jendenfalls merkte ich bald, dass es nicht gerade schnell war. Dass es aber dann so langsam sein würde hätte ich auch nicht gedacht. Aber 30 Grad ist nun mal keine optimale Temperatur für's Laufen (zumindest für mich nicht).  Ich war sogar langsamer als in Königsbrunn, wo es auch 30 Grad waren. Erklären kann ich mir das nur damit, dass in Königsbrunn die Rad-Strecke doch etwas welliger ist und ich dadurch etwas mehr Zeit zum erholen hatte. Wie dem auch sei - Laufen ist nicht mein Ding. Ich sehe es aber positiv, dass hier noch viel Potenzial drin ist.

Die Verpflegung nach dem Rennen war nicht gerade üppig (etwas Obst und Fertig-Kuchen aus dem Supermarkt). Da sollte sich der Veranstalter eine Scheibe von anderen Wettkämpfen aus der nahen Umgebung (Stadttriathlon München, Erding und Königsbrunn) abschauen. Ansonsten ein netter Wettkampf aber mit einer langweiligen Radstrecke.

Rennbericht Königsbrunn

Mir ging es am Sonntag in Königsbrunn echt schlecht. Begonnen hat es schon damit, dass ich verschlafen habe. Zum Glück hatte ich schon alles fertig gepackt.
Die Wettervorhersage war super. 30 Grad. Dazu gab's noch ein Neo-Verbot (zum 1. Mal in 22 Jahren).
Für mich natürlich eine Katastrophe, zumal ich in Erding (3 Wochen zuvor) das letzte Mal überhaupt geschwommen bin. Dementsprechend war auch meine Zeit unterirdisch.

Auf dem Rad bekam ich keinen Druck auf's Pedal und gegen Ende der Radstrecke merkte ich selbst auf dem Rad die Hitze.Den fehlenden Druck kann ich mir eigentlich nur durch den "Südtiroler Doppelpaß" erklären, welcher scheinbar doch langfristigere Auswirkung hatte. Schon kurz vor der Rennwoche hatte ich keine rechte Lust auf Radfahren, sodass ich mir dies nur mit einer Art Übertraining erklären kann.

Beim Laufen hatte ich auf den ersten km so Seitenstechen, dass ich schon an Aufgabe dachte. Nachdem es dann doch wieder verging, hab ich mich noch bis zum Ende gequält. Es gab zum Glück einige Streckenabschnitte im Schatten, aber die Abschnitte in der Sonne waren echt der Hammer. Kein Wind und stechende Hitze. Zumindest hab ich's bis ins Ziel geschafft, wenn auch 14 Minuten langsamer als letztes Jahr. Jendenfalls war es wieder eine interessante Erfahrung und scheinbar komme ich mit Hitze im Wettkampf nicht so gut zurecht. Ich denke, dass ich hier mir für die kommende Saison etwas überlegen muß.