Dienstag, 6. Juli 2010

Südtiroler Doppelpass - 2 Tage, 175 km, 3800 Höhenmeter

Mein diesjähriges Saison-Highlight war kein Triathlon, sondern 2 wundervolle Tage in Südtirol mit 2 ebenfalls rennradbegeisterten Kollegen.
Wir starteten bei herrlichstem Wetter in Sterzing über den 2094 Meter hohen Jaufen-Pass nach Meran. Der konstante Anstieg und die schatten spendende Bewaldung machten den Aufstieg zu einer "relativ" angenehmen Anstrenung. Meine Rückenmuskulatur machte sich zwar nach der Hälfte der Strecke bemerkbar, sodass ich eine kurze Streck-Pause einlegen mußte. Danach ging es wieder sehr gut weiter und so kam ich nach xx oben an und freute mich über den giganteischen Ausblick. Nach einer gemütlichen Pause ging es dann wieder nach unten Richtung Meran. Die Abfahrt mit den permanenten Bremsbetätigungen machten diesen Teil fast anstrengender als den Aufstieg.
Nach einer kurzen Reifenpanne erreichten wir am frühen Nachmittag Meran. Dort stärkten wir uns mit einer großen Portion Nudeln. Hier ist die GPS-Aufzeichnung mit run.pgs.
Auf der Weiterfahrt nach Bozen wurden wir von einem perfekten geteerten und breiten Rad-Weg überrascht. In Bozen überfielen wir den ersten Supermarkt und tankten unsere Radflaschen neu auf und nahmen auch gleich noch Essen für das Frühstück mit. Eine Unterkunft hatten wir nicht reserviert und so machten wir uns auf den Weg zur Touristeninfo. Wir fanden eine günstige Unterkunft (Schwarze Katz) und machten uns auf den Weg. Der Besitzer Gottfried Hofer finishte 1999 den Ironman Klagenfurt in 9 Stunden und 14 Minuten. Dadurch hatten wir natürlich einiges an Gesprächsstoff.



Am nächsten Morgen starteten wir kurz nach 7 Uhr und einem reichhaltigen Frühstück auf unseren Weg. Der Weg führte uns über Ritten und dem Penser Joch über 82 km zurück nach Sterzing. Die ersten 1000 Höhenmeter nach Ritten fühlten sich noch ganz gut an. Jedoch die Belastung vom Vortag und das wellige Gelände mit teilweise heftigen Anstiegen ließen unsere Kräfte schwinden. Die Abfahrt konnten wir zu einer kleinen Regeneration nutzen, was auch dringend notwendig war, denn von nun an ging es nur noch bergauf.
In einem kleinen Tante Emma Laden füllten wir unsere Trinkflaschen auf und fuhren die noch verbleibenden 36 km bis zum Penser Joch mit vielen Pausen hoch. Je näher das Penser Joch kam, desto häufiger und länger wurden die Pausen. Zuletzt mußte ich noch meine Radweste anziehen, da es mir einfach zu kalt wurde und ich mich nicht erkälten wollte. Für die Abfahrt nach Sterzing zog ich mir noch die Armlinge an und es dauerte ziemlich lange, bis die Luft wieder wärmer wurde. Nach knapp 8 Stunden Fahrzeit kamen wir wieder in Sterzing an und freuten uns darauf, nicht mehr in dem Sattel sitzen zu müssen :-)

Posted by Picasa