Dienstag, 22. Juni 2010

Rennbericht Stadttriathlon Erding 2010

Sommer 2010 in Deutschland: 10 Grad Luft, 16 Grad Wasser, Neopflicht, Dauerregen aufgelockert durch ein paar Platzregen, Gewitter, Wechselzone unter Wasser

Mehr braucht man zum 17. Erdinger Stadttriathlon 2010 eigentlich nicht sagen.

Begonnen hat alles noch relativ trocken. Zumindest von oben. Die Wechselzone glich einer rießigen Pfütze. Zum Glück war mein Wechselplatz einigermaßen trocken, jedoch schon der Blick auf den Ausgang zur Rad- und Laufstrecke hieß nichts Gutes. Dann mußte ich mir die Frage beantworten, was ich nach dem Schwimmen anziehen würde. Ich hatte ein langes und ein Radshirt und Arm- und Beinlinge dabei. Ich entschied mich für die Armlinge mit dem kurzen Radshirt und hab mich damit wohl auch richtig entschieden.
Die Veranstalter richteten aufgrund der verhängten Neo-Pflicht eine kleine Tauschbörse ein, welch auch gut genutzt wurde.
Während der Wettkampfbesprechung zog eine schwarze Unwetterfront aus Nordosten ein und es wurde von einem Platzregen in Inning berichtet. Schöne Aussichten.

Um nicht ganz geschockt ins Wasser zu gehen, entschied ich mich für ein kurzes Einschwimmen. Danach hatte ich kalte Hände und Füße und freute mich nicht wirklich auf die 1,5 km lange Strecke. Ich sah es positiv: Im Wasser ist es zumindest wärmer als draußen.
Ich startete in der 3. Herren-Gruppe (weiße Kappen) und hatte überhaupt kein Gefühl dafür, wie ich vorwärts kam. Ein paar Schläge hab ich auch noch abbekommen, sodass ich mich dann etwas aus dem Gewühl herausgehalten habe. Erst nach der 3. Boje kam etwas Ruhe auf und somit konnte auch ich etwas entspannter schwimmen. Überrascht war ich, als ich an den ersten roten Kappen vorbeischwamm. Diese starteten 3 Minuten früher. Die Ernüchterung kam kurz danach, als ich von mehreren grünen Kappen eingeholt wurde. Diese starteten 3 Minuten nach uns. Egal, hauptsache noch gut aus dem Wasser kommen. Mit 27:27 eine für meine Verhältnisse gute Zeit.
Der Wechsel aufs Rad gestaltete sich schwieriger als gedacht. Das Rad-Shirt wollte auf der nassen Haut nicht so richtig und auch die Armlinge bereiteten mir Probleme, sodass die Wechselzeit mit 3:34 deutlich zu lange gedauert hat.
Auf dem Rad war ich nach kürzester Zeit vollkommen naß und kalt, jedoch konnte ich gerade zu Beginn ganz gut Tempo machen. Auch die Anstiege konnte ich gut mitnehmen und immer wieder einige Teilnehmer überholen. Der zwischenzeitliche Dauerregen wurde nur durch einige heftige Platzregen unterbrochen und die gefühlte Temperatur sank von Kilometer zu Kilometer. Besonders in den Abfahrten wurde es sehr unangenehm. Eisfinger und Eisbeine haben mich jedoch dazu bewogen auch weiterhin allen Druck auf die Pedale zu geben, um so schnell wie möglich vom Rad runter zu kommen und vielleicht das trockene lange Radshirt anziehen zu können. So beendete ich die Wasserfahrt in 1:18.
Die ersten Schritte in T2 waren der Hammer. Kaum Gefühl in den Füßen und ab durch den Matsch. Aufgrund der Anziehprobleme in T1 entschied ich mich, mein nasses Radshirt anzulassen und keine Laufsocken anzuziehen. Dies sollte sich noch als Problem herausstellen.
Die ersten Kilometer auf der Laufstrecke hatte ich wenig Gefühl in den Füßen. Ich schaltete zwar meinen Laufsensor ein, jedoch war die Uhr nicht auf den Empfang der Signale eingestellt. Jedenfalls wollte ich während dem Lauf nicht an der Uhr hantieren, sodass ich kein Gefühl für mein Tempo hatte. Ich orientierte mich aber an den Kilometer-Schildern und stellte fest, dass ich ein für mich hohes Tempo halten konnte. Die ersten fünf Kilometer spürte ich meine Füße kaum und danach dafür umso mehr, als ich im rechten Fuß eine Blase bekam. Daher freute ich mich bei jedem Kilometer-Schild um so mehr, bald im Ziel zu sein. Mit 50:59 lief ich meine bisher beste Zeit auf 10km.
Insgesamt blieb ich mit 2:42:32 sogar noch unter meiner nur insgeheim gehofften 2:45, was den Wettkampf für mich dann doch noch versöhnlich werden ließ, wobei es besonders auf der Radstrecke wirklich keinen Spaß gemacht hat.

Montag, 21. Juni 2010

Rennbericht Stadttriathlon München 2010

Der verregnete und kalte Sommer macht natürlich nicht vor einem Wettkampf halt. So regnete es beim Rad Check-In und es hatte gerade mal 12 Grad. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen schönen Wettkampf. Laut Regenbericht (Das Wort "Wetterbericht" möchte ich in diesem Zusammenhang nicht verwenden). sollte es über Mittag aufhören zu regnen und es sollte sogar die Sonne etwas scheinen.
Ja, wer's glaubt.
Das Wetter jedenfalls hatte gewaltigen Einfluß auf den Ablauf. Laut Wettkampfordnung der DTU muß bei einem Triathlon für Kinder und Jugendliche und einer Außentemperatur von 12 Grad zwischen dem Schwimmen und dem Radfahren eine Pause von 15 Minuten sein. Es ist verständlich, dass die Veranstalter sich hier genau an diese Vorgaben halten, was zur Folge hatte, dass sich der Start der Erwachsenen um über 45 Minuten nach hinten schob. Zeit war somit genügend vorhanden.

Kurz vor meinem Start bin ich noch 2 Bahnen im Springerbecken geschwommen und hatte das Gefühl, als ob mich mein Einteiler im Vergleich zur Badehose bremsen würde. Für eine Anpassung der Kleidung wäre es jetzt sowieso zu spät gewesen und außerdem hätte ich gar keine Badehose dabei gehabt.
Der Start verlief diesmal deutlich ruhiger als im vergangenen Jahr, bei dem mir die Schwimmbrille verrutscht ist. Dafür hat sich diesmal mein Brustgurt zum Bauchgurt verwandelt. Die 400m liefen für mich gesehen ganz gut. Konstantes ruhiges Tempo. Überholt hat mich dieses Jahr keiner. Dafür konnte ich allerdings diesmal einige überholen.
Beim Lauf über die Zeitmatte hab ich gar nicht auf die Uhr geschaut, sondern mich mehr auf den durch den Regen glatten und glitschigen Boden konzentriert. Badekappe und Schwimmbrille runter, Startnummernband, Sonnenbrille und Helm rauf und los gehts. Mit dreckigen Füßen stieg ich auf die Radschuhe und trat in die Pedale. Der Einstieg in die Radschuhe hätte besser laufen können, aber letztendlich war ich ja schon ganz gut unterwegs und hab dadurch nicht viel Zeit verloren.
Der Regen hat zwischenzeitlich aufgehört und die Sonne kam wirlich raus, sodass sich der Regenbericht als doch richtig erwiesen hat. Mein run.gps lieferte mir gute Zahlen, was die Geschwindigkeit betraf und so verflogen die Runden sehr schnell. Wie einigen anderen Teilnehmern, hatte auch ich Schwierigkeiten mit dem Zählen der Runden. Der Kilometer-Stand stand bei ca. 17km, als ich zurück in die Wechselzone fuhr. Letztendlich waren es ca. 17,5km und somit deutlich zu kurz. Da hätte eine weitere Runde noch locker gefahren werden können. Hier die Aufzeichnung der Strecke. Mit fast 35km/h im Durschnitt war dies meine schnellste Fahrt bei einem Wettkampf.

Der Wechsel zum Laufen lief auch gut. Rein in die neuen "Schwarz-Rot-Goldenen" Laufschuhe von K-Swiss und ab durch den Matsch auf die Laufstrecke. Diesmal habe ich auf eine Geschwindigkeitsmessung verzichtet und so wußte ich nicht wie schnell ich unterwegs war. Auf der anderen Seite war es auch mal angenehm, nicht dauernd auf die Uhr zu schauen. Zu Beginn bekam ich etwas Seitenstechen, was ich sonst nie bekomme. Ich nahm etwas Tempo raus und so verschwand auch das Seitenstechen wieder und ich konnte das Tempo wieder etwas erhöhen. Die Zeit verging wie im Flug und so kam ich nach 1:06:30 im Ziel an. Platz 38 von 140 in meiner Altersklasse hätte ich mir nie träumen lassen.

Somit ein gelungener Einstieg in die Saison 2010.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Testfahrten mit Cervelo Bikes

Vor einigen Wochen konnte ich einige Testfahrten mit ein paar echten Zeitfahrrädern machen. Vielen Dank dabei an Cervelo und an den Bikeline Shop in München für die Bereitstellung von über 10 Rädern mit unterschiedlichster Ausstattung.

Mein Hauptinteresse galt dem Cervelo P3. Zuerst durfte ich das Geschoß mit Easton Laufrädern fahren. Für die 2. Ausfahrt bekam ich dann ein "Upgrade" auf Zipp 1080 und Zipp Scheibe.















Irgendwie war es unheimlich auf einem so teueren Rad unterwegs zu sein. Auch war die Scheibe hinten sehr ungewohnt, aber nach ein paar km hat man sich an das Geräusch gewöhnt. Ob ich damit letztendlich wirklich schneller unterwegs sein würde, konnte ich auf der kurzen Testfahrt leider nicht feststellen, aber es war aufjeden Fall ein tolles Gefühl, so ein Profi-Rad getestet zu haben.
Zuletzt konnte ich noch ein normales Straßenrad testen. Mich hat das Gesamtgewicht des Rades sehr überrascht, aber hier macht sich das Carbon schon sehr bemerkbar.
Leider hatte ich nicht mehr Zeit gehabt, sonst hätte ich auch noch andere Räder testen können. Aber auch so war es eine interessante Erfahrung.
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